Freitag, 2. Mai 2008

The end is near!

Herzlich willkommen zur letzten episode der ach so spannenden serie "ursundreneontour".

wie im letzten bericht erwaehnt mussten wir aus visagruenden thailand verlassen, was uns nicht sehr leicht fiel, da die straende wirklich den bilderbuchstandard erreicht hatten. nun ja, nichts desto trotz machten wir uns also auf richtung malaysia.

zur abwechslung war unser ziel in malaysia eine insel, auf welcher man nicht viel mehr machen kann als am strand zu liegen und unsere haut so richtig von der sonne foltern zu lassen. die perhantian inslands sind eher etwas der gemuetlicheren sorte inseln, auf welchen sich zu dieser zeit auch nicht allzu viele touristen befanden. aufgrund dessen waren auch die fullmoon-parties nicht unbedingt mit einer hohen besucherzahl bedient, was jedoch das eine oder andere bierchen nicht verhinderte.:-) die insel lud richtig ein, einfach gar nichts zu tun... fuer mich zumindest. urs entschied sich dann doch noch, zwei tauchgaenge zu absolvieren, welche sich nach seinen aussagen doch noch sehr gelohnt hatten. ich genoss noch den voraussichtlich letzten tag unserer reise am strand... leider war das wasser so warm, dass es sich kaum mehr als erfrischung darstellte.


nach vier tagen herumliegen war es dann wieder einmal zeit fuer ein wenig aktivitaet. wir gingen nach taman negra, eine art basislager fuer dschungeltracks. tollkuehn wie wir sind, verzichteten wir selbstverstaendlich auf einen fuehrer, welcher uns doch nur wieder jenes pflanzen erklaeren wuerde, und gingen auf eigene faust auf entdeckungstour. der erste walk war dann auch ziemlich easy, da dieser "canopy-walk" jeder trottel macht. nach ca. zwei stunden hatten wir diesen dann auch scho absolviert und wollten dann doch noch etwas richtig abenteuer. wir entschieden uns fuer einen pfad, welcher anscheinend zu einer hoehle fuehrt, in welcher es jenes fledermaeuse haben soll. so machten wir uns auf den weg. doch schon nach fuenf minuten stockte uns das erste mal der atem. wir hoerten aus geschaetzter 10 meter entfernung ein lautes grunzen, was auf ein wildschwein schliessen liess. naja, leider konnten wir nichts sehen und so entschieden wir uns, je mit einem stueck holz bewaffnet, einfach weiter zu gehen. mit der gewissheit, dass ein wildschwein mit sproesslingen nicht gerade die erfreulichste bekanntschaft waere, fanden wir es auch nicht weiter schlimm das viech nicht zu sehen. der pfad stellte sich als echte herausforderung dar, das er den namen eigentlich nicht verdiente. teilweise gleichte er auch einer kletterwand, bei welcher man nur einmal gestuerzt waere. nach einer weile besserte sich jedoch der zustand des weges und wir kamen schneller voran, als urs ploetzlich eine fluchtirade startete. der grund war, er bemerkte an seinen knoecheln, dass ihn jenes von blutegel attackierten. tatsaechlich war auch ich schon befallen und so begann der kampf gegen die verdammten blutsauger. alle fuenf bis zehn minuten mussten wir diese viecher beseitigen. wohlbemerkt... wir waren mit geschlossenen schuhen und langen hosen unterwegs, was jedoch diese tiere nicht wirklich interessierte.
schlussendlich, nach ca. 2 einhalb stunden, kamen wir dann doch tatsaechlich zu einer hoehle. etwas skeptisch und nicht allzu viel erwartend stiegen wir hinein und bahnten uns den weg zwischen den engen felsen. ganz am ende der hoehle fanden wir dann doch noch die gruppe von fledermaeuse, was uns fuer die strapazen doch entschaedigte.


der rueckweg glich dann eher einem jogging als einem spaziergang. doch brachte das schlussendlich nicht viel gegen die blutegel. uns ist es heute noch ein raetsel, wie die kleinen viecher so einfach auf unser fuesse kamen. anyway, schlussendlich musste urs gegen die zehn und ich fuenf der blutsauger entfernen, welche sich schon genuesslich an unser blut gemacht hatten... unzaehlige weiter konnten wir noch vorher daran hindern!

(das werk der blutegel)
dann ging es weiter in die hauptstadt malaysias, kuala lumpur. kuala lumpur (oder einfach kl wie die einheimischen sagen), ist eine stadt, welche hauptsaechlich aus maerkten und shopping-malls besteht. auf den perhantian islands hatten wir noch zwei maedels aus kl kennengelernt, welche sich uns als private cityguides anerboten. dieses angebot lehnten wir natuerlich nicht ab, und so fuehrten uns michelle und ann etwas durch die strassen kl's (naja, vielleicht eher durch die shopping-malls). ohne die zwei frauen liessen wir uns dann doch nicht nehmen, noch die typischen zwei attraktionen von kuala lumpur zu besuchen... natuerlich die petronas-twin-towers (bei welchen wir jedoch auf einen aufstieg verzichteten) sowie den tv-tower, welcher eine wunderbare sicht ueber die stadt bietet. da kl eine stadt mit viel parks und sonstigen gruenflaechen ist, hat sie doch viel charme und scheint sofort viel sauberer als andere grossstaedte.



nach kuala lumpur war bereits unsere "final destination" angesagt... singapur! wie sagt man so schoen... last but not least! singapore hat einen aehnlichen charakter wie kuala lumpur, obwohl es doch mehr eine business-stadt ist.


am ersten tag besuchten wir den singapurerzoo, welcher einer der besten der welt sein soll. und tatsaechlich... wir hatten noch nie zuvor einen zoo gesehen, welcher eine solche vielfalt von tieren bieten konnte und man sich teilweise schon fast in freier natur fuehlte. viele tiere koennen frei im ganzen zoo herumlaufen und die anderen haben gehege, in welchen sie sich wahrscheinlich verirren koennten. da koennten sich die schweizer zoos doch noch das eine oder ander abschauen.


am naechsten morgen ging es in den sueden der stadt, auf die sentosa-island. und voila, da kamen wir doch noch zu einem tag strand, meer und sonne. natuerlich hatten wir gedacht, dass wir bereits so vorgebraeunt sind, dass mir locker auf die sonnencreme verzichten koennen. weit gefehlt... beide fingen sich kurz vor heimreise noch einen schoenen sonnenbrand am ganzen koerper ein. aber ja, mittlerweile ist es schon wieder brauner als rot!
gestern widmeten wir den ganzen tag dem ausgiebigen shoppen, fuer was singapur bestens geeignet ist. beide kauften mehr als geplant... wir fuehlten uns einen moment wie frauen!
nun ja, heute ist heute... last day! in ziemlich genau sechs stunden werden wir in die swiss steigen und richtung heimat abheben.
wir moechten uns fuer euer intersse und die zahlreichen kommentare und lieben eintraege ganz herzlich bedanken... wer weiss, vieleicht wird es etwas aehnliches wieder einmal geben!:-)
das wars von uns... bis bald, wir freuen uns auf euch!
die komplette serie von "ursundreneontour" kann ab sofort beim diogenes-verlag bestellt werden.
liebe gruesse
gebrueder grimm

Mittwoch, 16. April 2008

Sun, Fun und Neujahr zum dritten

Tach allerseits, hier sind wir wieder!!


Ja die Reise neigt sich dem Ende zu und seit 3 Wochen setzen wir alles dran euch nach unserer Rueckkehr so bleich wie moeglich aussehen zu lassen :-) Sprich wir liegen nur noch an den Straenden rum und geniessen das Nichtstun. Natuerlich sind es nicht irgendwelche Straende sondern unserer Meinung nach die schoensten auf der Welt.

Am Tag nach dem letzten Bericht standen laut Tagesbefehl am Vormittag zwei Tauchgaenge an. Die letzten lagen doch schon wieder gut vier Monate zurueck und deshalb war die Vorfreude riesig. Und wir wurden auch nicht enttaeuscht. Die Sicht unter Wasser ist mit ca. 40 Metern optimal und die Fischevielfalt sowie die vielen lebenden Korallen treiben einem fast die Traenen in die Augen. Auch unser Divemaster war super. Bei der Fahrt zum ersten Tauchspot erklaerte er uns in einem kurzen Briefing nochmals die Handzeichen und spezielles zur Tauchumgebung. Auch erklaerte er die Verteidigungsmethode gegen Triggerfische. Diese sollte es naemlich an diesem Ort besonders viele haben und koennen wenn man in ihr Revier schwimmt ein ziemlich aggressives Verhalten an den Tag legen. Naja es ist ja nicht so dass diese Fische ihr Territorium einzaeumen oder sonst irgendwie ersichtlich machen und so kam es dass Rene gegen Ende des ersten Tauchganges an einer Flosse ruckartig kurz zurueck gezogen wurde. Als er sich umdrehte fand er sich Aug in Aug mit einem Triggerfisch wieder.
(Der Triggerfisch wird bis zu 75 cm lang)

Sofort nahm er die gelernte Verteidigungsposition indem er sich auf den Ruecken legte und die Flossen schuetzend vor seinen Koerper hob. Der Divemaster hatte den Angriff zum Glueck schnell bemerkt und eilte Rene zur Hilfe, so dass er sich langsam entfernen konnte. Aus sicherer Distanz konnten wir dann noch dem Kampf zuschauen. So schnell laesst sich dieser Fisch naemlich nicht abwimmeln :-)

Von Ko Tao ging es mit dem Schiff weiter nach Ko Samui. Die Insel mit den meisten Touristen. Der Strand ist aber auch dort wunderschoen. Ca. 200 Meter kann man ins Meer hineinlaufen bevor es tief wird. Eigentlich wollten wir mit dem Roller mal die Insel erkundigen aber der Strand reizte uns zu sehr. Am letzten Abend gingen wir dann wieder einmal in ein Schweizer Restaurant. Zur Sicherheit assen wir beide noch einen Cervelat und natuerlich durfte etwas Roeschti und Spaetzli nicht fehlen...


Nach Ko Samui wechselten wir von der Ostkueste an die Westkueste nach Krabi. Dies ist einer der Orte an welchem viele Leute vor gut drei Jahren aufgrund des Tsunamis das Leben verloren haben. Der Strand ist aber soweit immer noch in Ordnung. Bei einem Tagesausflug gingen wir schnorcheln und besuchten noch einige der schoensten Straende in der Region. Unter anderem natuerlich auch der total menschenueberfuellte Strand an welchem der Film "The Beach" gedreht wurde. An einem Abend entschloss ich mich dann noch in die Thaiboxarena zu fahren und dort einige Fights anzuschauen.
Insgesamt 10 Kaempfe fanden an diesem Abend statt, 4 davon wurden mit einem K.O. beendet. Ich war froh auf der richtigen Seite der Ringseile gewesen zu sein denn die schenken einem wirklich nichts sobald der Gong erklingt. Ansonsten verbrachten wir die Abende im Irish Pub wobei ich den Abend mit der Elvisimitation nicht weiter ausfuehren moechte...
(Maya Beach, PhiPhi Islands)

Als letzte Stranddestination in Thailand stand dann noch Ko Lipe ganz im Suedwesten thailands bevor. So reisten wir an Renes Geburtstag welcher sogleich der thailaendische Neujahrstag ist und das dreitaegige Songkran-Festival beginnt, morgens um sechs Uhr ab. Wir wussten dass es an diesen drei Tagen im Jahr schwierig sein wird eine Unterkunft zu kriegen. Schliesslich sind diese Tage die einzigen arbeitsfreien Tage fuer die meisten Thailaender und wollen diese auch am Strand verbringen. Auf der kleinen Insel wo sonst 300 Thailaender wohnen, hausen waehrend dieser drei Tage 3000 Thailaender. Wir versuchten das erste Mal auf der Reise ein Zimmer im Voraus zu buchen aber es war bereits alles voll. Bei der Hinreise lernten wir noch 2 Maedels kennen und so ging es gemeinsam auf die Suche nach freien Zimmern. Sogar alle Zelte welche man extra fuer diese drei Tage besorgt und auf der Insel aufgestellt hatte waren vergeben aber trotzdem hatten wir Glueck. Schlussendlich schliefen wir die erste Nacht zu viert in einem Coiffeursalon. Den Maedels liessen wir die 2 cm dicken Matrazen, Rene schlief auf dem Boden und ich auf dem Sofa wo normalerweise die Kunden auf ihren Haarschnitt warteten. Am zweiten Tag wurde dann noch ein "Zimmer" frei, naemlich der Massagesalon von nebenan :-) So verbrachten wir die drei Naechte dort in etwas ungewohnter Umgebung. Dafuer wurden wir den Tag durch von dem schoensten Strand seit langem belohnt. Mehlfeiner, weisser Sand liess das kristallklare Wasser im schoensten tuerkisblau erscheinen. Ein wahrer Traum auf Erden.
(Ko Lipe)

Heute hatten wir leider wieder einmal einen Tag ohne Strand. Wir sind auf der Reise nach Malaysia, genauer gesagt die Perhentian Islands. Leider ging das nicht direkt und so mussten wir zuerst hierher nach Hatyai reisen wo wir vorher noch mit Mueh und Not einen Transport zumindest an die Grenze organisieren konnten. Dann muessen wir unbedingt ueber die Grenze denn das Visum laeuft morgen ab.

Ihr seht also, nach wie vor ist immer etwas los bei uns auch wenn es natuerlich merklich ruhiger geworden ist und wir die Zeit zum relaxen richtig auskosten.

So langsam koennt ihr jetzt die Sonne vorsichtshalber mal wieder rauslassen und die Temperatur etwas hoeher schrauben, sonst wird es gegen Ende noch knapp mit den 25 Grad bis zum 3. Mai...

Die Fotos sind auch wieder aktuell. Phu, ich glaube dieser Bericht war das anstrengenste was ich in den letzten drei Wochen gemacht habe :-)

Bis zum naechsten Mal und immer schoen die Tage zaehlen!


Liebe Gruesse

Rene und Urs

Donnerstag, 3. April 2008

Adventure and relaxing!

tschouet zaemae!

hier sind wir wieder mit einer neuen episode der aeusserst spannenden und mitreissenden serie "die erlebnisse von rueggli und klein hornung".

wie im letzten bericht schon angedeutet ging es weiter mit einem "elefantenausflug +". zuerst fuehrte uns die aeussert amuesanten fuehrer zum elefantencamp, bei welchem uns dann eine show der sonderklasse vorgefuehrt wurde. was die riesen viecher alles anstellen koennen ist unglaublich. neben fussball, basketball und auf nur den hinterbeinen stehen und dem handstand, waren sie vorallem sehr musikalisch. spaetestens als die elefanten anfingen selber zu musizieren (trommeln, rasseln und mundharmonikas) und noch dazu tanzten, mussten wir laut heraus lachen. als dann zum schluss ein dickhaeuter sogar noch ein bild par excellance zeichnete, brachten wir beide den mund kaum noch zu. mit dem gefuehl, dass es die tiere in diesem camp sehr gut zu gehen scheint, konnten wir die vorfuehrung in vollen zuegen geniessen.



(der elefant am zeichnen und links sein werk)

danach ging es auf einen stuendigen ausritt auf einem solchen koloss. es war etwas unruhig aber ansonsten ganz ok. waehrend dem ausflug wurden wir von einem offiziellen fotografiert und die schnappschuesse konnte man dann spaeter kaufen. haette unser elefant sein bestes stueck nicht so hemmungslos ins wasser lampen lassen, haetten wir uns diese investition glaub ich nicht geleistet.:-) weiter ging es mit einer bambusfloosfahrt, wasserbueffelkutschenfahrt und einem sehr gediegenen mittagsbuffet. am nachmittag besuchten wir noch eine fabrik, in welcher aus elefantenkacke papier hergestellt wird... inovativ muss man sein und die ressourcen nuetzen koennen!!


am abend ging es dann an den nightmarket von chiang mai, wo wir doch denn einen oder anderen baht liegen lassen haben.

und was wir tags darauf gemacht haben, werden wohl die einen oder anderen kaum glauben. wir besuchten einen eintaegigen thai-kochkurs. da unser kochlehrer einen witz nach dem anderen riss, waren wir mehr oder weniger den ganzen tag mit lachen beschaeftigt. aber auch das gelernte war sehr interessant.... es waere doch alles so einfach, wenn man nur weiss wie. und an alle die jetzt das gefuehl haben wir kochen mal fuer euch... vergisst es! fuer das muss schon noch zuerst eine leistung eurerseits kommen.

(voll in action)

ich hatte eigentlich das gefuehl, dass wir am abend chiang mai richtung bangkok verlassen werden, so war es naehmlich auch abgemacht. doch teilte mir dann urs mit, dass wir noch eine nacht und einen tag bleiben werden, da er fuer mich noch ein vorgezogenes geburtstagsgeschenk organisierte habe. nun ja, gespannt wartete ich auf den naechsten morgen. natuerlich habe ich mir denn einen oder anderen gedanken gemacht was es sein koennte, als dann unser fuehrer am morgen als erstes fragte "you gonna to jump?", war ich mir auch sicher dass ich mir das richtige ausgemalt habe. unser erster bungee-jump stand vor der tuer. die richtige vermutung hatte ich, da ich scho waehrend der ganzen reise davon sprach, dies noch machen zu wollen. urs entschied sich dann kurzerhand, sich selber natuerlich auch anzumelden. so ging es zum schauplatz wo uns der freundliche staff erwartete. tja, als erster durfte natuerlich ich ran... denn die drei schwedischen maedels schienen sich noch nicht sicher sein es ueberhaupt zu machen und urs war es glaube ich auch egal. so ging es 50 meter in die luefte und das hiess es nur noch nicht ueberlegen und augen zu und durch. und es war, entschuldigt dieses wort, arschgeil!!! urs folgte mir natuerlich wagemutig, jedoch hat es die pfeife nicht wie ich bis ganz unten ins wasser geschafft, und zwei der drei ladies wagten es dann doch auch noch.

(die bungee-jumper... viedo dazu gaebe es dann auch noch)

dann ging es aber tatsaechlich auf richtung bangkok. aufgrund von erzaehlungen von anderen travellers hatten wir grosse erwartungen an die hauptstadt thailands... zu grosse mussten wir leider feststellen. bangkok wird uns als stadt der freaks und sonstigen komischen gestalten in erinnerung bleiben, was jedoch immer wieder auch sehr amuesant war. die stadt alleine bietet ansonsten nicht allzu viel. dazu muss man vielleicht auch sagen, dass wir mittlerweile von tempeln und dem zeugs die schnauze langsam gehoerig voll haben, obwohl es sich urs noch einmal ganz hart gab und einen ausserhalb bangkoks besuchte... ich verzichtete liebend gerne. so verbrachten wir wieder einmal etwas zeit an nachtmaerkten!:-) speziell erwaehnenswert sind die verschiednen kulinarischen "koestlichkeiten" welche einem angeboten wurden. aber die heuschrecken, maden, zikadellen, kleine froesche mit ganzem koerper sowie die squits schmeckten uns jedoch nicht wirklich.



(urs beim verspeisen eines minifrosches und links unsere imbisssaeckchen)

so blieb uns eigentlich nicht viel anderer uebrig als am tag etwas herumzutschalpen und uns am abend ins bangkoker nachtleben zu stuerzen.

wir entschieden uns dann bald einmal, die reise fortzusetzen. naechstes ziel: koh chang. der hauptgrund dass wir ueberhaupt nach koh chang gingen waren zwei schweizer, welchen wir anno dazumal in nicaragua schon trafen. aber mit der gewissheit, dass es dort wunderbare straende gibt, haetten wir denn weg unter umstaenden auch sonst auf uns genommen. in koh chang war dann eigentlich nur relaxen, lustig sein und spiele bis in alle nacht herein angesagt. es war wie in nicaragua wieder eine super lustige zeit mit saendu und rebi. da die zwei jedoch bei saemtlichen spielen fast immer verloren haben, bleibt ihnen nichts anderes uebrig als die entstanden schulden bei ihrer hochzeit zu begleichen!:-)



(urs ueber koh chang und links dae saendu und s'rebi)

nach vier tagen strand und sonne machten wir uns auf den weg nach koh tao. dort erwartete uns... strand und sonne!! obwohl die reisezeit von koh chang nach koh tao ca. 24 stunden betrug, war es uns eigentlich egal nicht noch einen nacht in bangkok zu verbringen und hatten glueck, dass wir gerade noch einen anschlussbus erwischten.

nun sind wir seit heute morgen in koh tao und haben fuer morgen bereits den einen oder anderen tauchgang gebucht. mal schauen ob wir das noch koennen... wir freuen uns zumindest darauf. die restliche zeit unserer reise werden wir nun mehr oder weniger mit viiiieeelll nichts tun verbringen. schliesslich muessen wir ja dann ausgespannt sein, wenn wir "uech straenge cheibae" in heute genau einem monat wieder treffen!:-)

noch eine kleine gedankenstuetze... nun koennt ihr langsam beginnen, unsere weihnachtsgeschenke von letztem jahr einzupacken.

geniesst den kommenden fruehling und bis sehr bald!

liebe gruesse

urs und rene

Donnerstag, 20. März 2008

Laos-Express

Na sans griesst!!

Hoffe ihr seid alle schon schampar in Osterhasen-Laune und freut euch auf die bevorstehenden Freitage im Geschaeft. Einen Schockohasen wird es dieses Jahr fuer uns bestimmt nicht geben aber werden uns mit einem weiteren Curry-Gericht voll und ganz zufrieden geben.

Am Tag nach dem letzten Bericht von Don Det spannten wir etwas aus. Dazu schnappten wir uns nochmals das Fahrrad und fuhren an einen kleinen Strand am Mekong-River, welchen wir am Tag zuvor gesehen hatten. Dort trafen wir Bernie, ein ganz toller Typ aus dem Tirol. Gruesse hiermit an ihn!

Weiter ging es Richtung Vientiane, der Hauptstadt von Laos. Wir dachten wir haetten einen Sleepingbus reserviert. Trafen dann jedoch einen sogenannten VIP-Bus an. So ein Gefaehrt haben wir noch nie gesehen. 2-Stoeckig, im unteren Teil mit Sofas und oben sehr bequeme Sessel mit Beinlehne. Verpflegung war auch noch inbegriffen. So war die Nachtfahrt eigentlich recht schnell zu Ende gegangen.

Vientiane ist die friedlichste und gemuetlichste Hauptstadt welche wir je gesehen haben. Zu sehen gibt es an und fuer sich auch nicht sehr viel. Dafuer standen das erste Mal Insekten auf dem Speiseplan... Ein Teller gehaeuft mit Zikadellen stand bei uns auf dem Tisch und er wurde bis aufs letzte Bein aufgegessen.


Nach dieser Staerkung ging es ab ins Bowlingcenter. Bei den ersten zwei Spielen konnte kein Gewinner ausgemacht werden. Jeder gewann einmal, so musste ein Entscheidungsspiel her. Nach 5 Runden fuehrte Rene mit einem Punkt Vorsprung, bei Spielende stand es 119 zu 118. Immer noch zu Renes Gunsten. Gratulation!!

(Eins muss man ihm lassen. Den Knackarsch hat er nicht verloren)

Am zweiten Tag stand eine Velotour zum Buddhapark auf dem Programm. Ca. 50 Kilometer strampelten wir ab. Dies in 5 Stunden auf nicht allzu guten "Strassen" und etwas zu kleinen, eingaengigen Velos. Natuerlich fuhren wir die Strecke mit- und nicht gegeneinander, so dass wir gemeinsam am Ziel ankamen. Als Gewinner wurde der gekuert, welchem die Kette am meisten rausgesprungen war. So konnte an diesem Tag ich die Goldmedaille umhaengen lassen. Alles in allem waren wir an diesem Tag wieder einmal gnadenlos sportlich und wurden dann mit einem kleinen Sonnenstich belohnt. So goennten wir uns zum Abschluss noch fuer 4 Dollar eine Massage, bevor wir um halb zehn in einen komaaehnlichen Tiefschlaf verfielen.

(Weiss nicht wieso wir dieses tolle "Gwaendli" fuer die Massage anziehen mussten)

Von Vientiane ging es ins 3 Stunden entfernte Doerfchen Vang Vieng. Ein sehr schoenes Plaetzchen auf der Erde. Umgeben von einer einzigartigen Limestone-Huegellandschaft und einem Fluss bietet dieser Ort ein sehr idyllisches Ambiente. Das haben viele Touristen auch gemerkt und so ist es zu einem kleinen Mallorca in Laos geworden. Es hat sehr viele Traveller dort welche sich beim Rivertubing vergnuegen oder sich in den Restaurant-Bars tagelang die nonstop laufenden Episoden der US-Kultserie "Friends" anschauen. In diesen Restaurants kann man sich uebrigens auch alle Menus "happy" bestellen, was soviel bedeutet, dass einem noch etwas warnehmungsveraendernde Substanzen unters Essen oder die Getraenke gemischt werden. Das Tubing ist wie gesagt das Highlight in Vang Vieng. Mit einem Tuk-Tuk lassen sich jeden Tag hunderte von Leuten Flussaufwaerts fahren um sich dann mit den aufgeblasenen Ringen den Fluss runtertreiben zu lassen. Wenn man dies ohne Stop machen wuerde dauert die Fahrt zurueck ca. 2 Stunden. Es hat jedoch so viele Bars unterwegs, dass wenn man morgens um 11 Uhr startet, man abends um 6 Uhr noch nicht zurueck ist, wenn man die eine oder andere Bar besucht. Bei den Bars kann man sich nicht nur Verpflegen, nein es hat auch Volleyballfelder und Schwingseile mit denen man sich von ca. 8 Meter ueber den Fluss schwingen kann und am Ende ins Wasser springen. Eine wirklich tolle Sache... Darum goennten wir uns diesen Spass auch gleich zwei Tage. Natuerlich nicht nacheinander :-) Am Tag dazwischen stand eine weitere Fahrradtour zu den Hoehlen und Lagunen an. Unsere Sitzleder sind zwischenzeitlich schon recht durchgesessen... Abends traf sich das ganze Dorf in derselben Bar. Dies war immer lustig, weil man so viele Leute traf, welche man vielleicht frueher beim Reisen schon mal angetroffen hat.

Der letzte Stop in Laos war dann in Luang Prabang. Ein weiteres Dorf am Mekong-River. Bekannt wegen den vielen Moenchen die man dort immer antrifft. Am ersten Tag besichtigten wir einen Wasserfall. Das hat sich auf alle Faelle gelohnt. Da wir etwas zu frueh wieder am Treffpunkt waren, entschieden wir uns dann kurzerhand noch einen kleinen Schulbesuch in der benachbarten Primarschule abzustatten. Die Kinder hatten an uns zweien riesig "dae Plausch" und wir wurden sogar noch vom Direktor in sein Buero eingeladen... da dieser kein Wort englisch sprach, war diese Einladung irgendwodurch aber ueberfluessig.

(Auffangbecken fuer den Wasserfall)

Am zweiten Tag besichtigten wir noch etwas das Dorf und am Abend ging es nochmals wie am Vortag zum Nachtmarkt, welcher viel Ramsch aber auch das eine oder andere brauchbare Geschenk anbietet. Dann musste auch die Weiterreise noch organisiert werden. Das Ziel hiess Chiang Mai, Thailand. Doch zuerst mussten wir an die Grenze kommen. Dafuer gab es 3 Varianten. Slow-Boot (14 Stund, 2 Tage mit Uebernachtung), Speed-Boot (6 Stund) und Bus (16 Stund Nachtfahrt). Das Speed-Boot wird unter den Reisenden aus Sicherheitsgruenden eher gemieden und nicht weiterempfohlen. Die Meinung anderer sagt uns jedoch nicht sehr viel, lieber bilden wir unsere eigene. Dies und natuerlich auch der zeitliche Aspekt liess uns fuers gefuerchtete Speed-Boot entscheiden. Und wir wurden nicht enttaeuscht. Das Tempo war hoellisch und teils Passagen gewagt, aber das entsprach genau unserem Gusto! Und schliesslich gehoerte nicht nur die Schwimmweste sondern auch der Helm zur Reiseausruestung, war fuer Touristen jedoch keine Pflicht.
(Michi Schumacher waere erblasst vor Neid)
Nicht nur der Nervenkitzel war ein Hoellenspass auch die Natur entlang des Mekong laesst sich sehen. Wenn das Wasser etwas sauberer waere haette es dort traumhafte einsame Straende und Lagunen, vielleicht einmal ein Wasserbueffel der sich im kuehlen Nass abkuehlt.

Die Grenzueberquerung verlief problemlos. Mussten zwar noch extra bezahlen weil wir nicht zur Buerozeit die Grenze passierten, aber das kennen wir ja bereits alles schon. Und nach einer 5.5 stuendigen Busfahrt kamen wir dann um Mitternacht endlich hier in Chiang Mai an. Heute stand Sightseeing auf dem Programm. Zuerst versuchten wir uns zu Fuss zurecht zu finden. Nach 2 Stunden ueberredete uns dann jedoch ein Tuk-Tuk Fahrer fuer eine einstuendige Tour fuer je 1.20 Franken. Der erste Stop war bei einem grossen Silbergeschaeft, der zweite bei einem Marmorgeschaeft. Wir sagten dann, wir wollen keine Geschaefte mehr besuchen, er meinte dann "Nur noch eines, ich bekomme T-Shirt gratis wenn ich Leute bringe". Seelensgute Menschen wie wir sind ging es noch zu einem Seidengeschaeft und danach zum Teppichshop. Naja was solls, zum Schluss hat er uns noch zu einem Schirm und Faecherladen gefahren und dort hatte es tatsaechlich auch tolle Sachen die auch uns gefallen hatten und im Budget lagen. Danach war die Tour nach 2 Stunden zu Ende und er verrechnete uns sogar nur eine Stunde :-) Fuer morgen ist Elefantenreiten gebucht und danach sehen wir wieder weiter.
Die Fotogallerie kann auch wider komplett angeschaut werden. Es hat jetzt einfach 2 Links oben rechts bei unserer Page. Unter "Lockerflockigiursundreneontourgallery 2" findet ihr die neueren Fotos, die aelteren sind unter dem alten Link zu finden. Toent zwar komisch, ist aber so. Aber schliesslich sind wir hier nicht im Urlaub sondern inmitten des harten Reisealltags und haben keine Zeit noch den Informatiker zu spielen :-)

Dann noch die News fuer die, die es noch nicht wissen und interessiert. Ich habe bereits wieder einen Job wenn ich zurueck bin. Ab dem 13. Mai werde ich wieder dasselbe machen wie vorher, einfach bei der Gemeinde Zollikon.
Ach ja, fast vergessen. Wir haben gehoert dass die Cervelats in der Schweiz knapp werden. Bitte legt uns doch zwei zur Seite!
Also haltet die Hasenohren steif und bis naechstes Mal!!

Machets guet...

Rene und Urs

Donnerstag, 6. März 2008

Kambodscha-Express

Saletti zaemae!

um es vorweg zu nehmen: da wir in kambodscha unter anderem ziemlich bluten mussten, haben wir das land bereits wieder verlassen und sind heute schon in laos.

nachdem wir uns von den eher strengen ersten tagen in saigon (an dieser stelle einen lieben gruss an kim und noemi) erholt hatten, zogen wir doch noch auf um die sehenswuerdigkeiten der stadt zu erkundigen. da bis vor nicht allzu langer zeit in vietnam noch bitterer krieg herrschte (bis 1978), sind die touristischen plaetze vor allem auf diese zeit ausgerichtet. wir nennen es hier einmal nicht sehenswuerdigkeiten sondern memorials. eines von diesen ist ganz sicherlich das kriegsmueseum. das museum war sehr eindruecklich aber zum gleichem zeitpunkt auch aeusserst brutal, da man hier keinerlei zensurierungen kennt. (geschichtliche hintergruende wuerden an dieser stelle wohl zu weit fuehren... aber ihr kennt ja alle wikipedia oder so) weiter ging unsere besichtiungstour zu den unterirdischen gaengen, in welchen sich die vietnamesen gegen die amerikaner wehrten. fuer diesen weg entschieden wir, uns zwei motorradfahrer zu mieten (natuerlich mit motorrad). auf der ca. 1.5 stuendigen fahrt bangte ich das erste mal waehrend der reise um mein leben. mein fahrer machte es sich zur aufgabe, moeglichst fehlerfrei durch die verschiedenen einbahnen zu fahren... wie in einem computerspiel weichte er den entgegenkommenden fahrzeuge aus... zum glueck hatten wir am schluss noch alle leben!:-) beim rueckweg nahm er dem fahrer von urs dadurch knapp eine halbe stunde ab.

bei dem ehemaligen kriegsgelaende, hatten wir die moeglichkeit uns fuer 40 m in diesen gaengen zu bewegen. und glaubt uns... wir waren heil froh als wir wieder draussen waren. urs klagte noch den ganzen tag ueber den muskelkater in seinen oberschenkeln und der fluessigkeitsverlust infolge des schwitzens war bei beiden enorm.

danach hiess es abschied nehmen von der partystadt und wir machten uns mit einem kleinen abstecher auf den weg auf kambodscha. der kleine abstecher bedeutete eine zweitaegige tour zum mekong-delta. der mekong ist der groesste fluss weit und breit (wir sitzen ueberigens jetzt gerade immer noch am mekong). uns wurden verschiedene einheimische spezialitaeten und kuenste gezeigt sowie fischzuchte und die fishing-village. bei dem einen halt auf den verschiedenen inseln tauchte unser guide ploetzlich mit einer gut 2 meter langen schlange auf und fragte uns, ob wir diese mal halten wollen. ohne zu zoegern legte er uns die riesen boa um den hals und grinste froehlich vor sich hin. obwohl wir ja nicht unbedingt fans von solchen tieren in gefangenschaft sind, war es doch noch recht cool, mal ein solches viech um den buckel zu haben!:-)



nach einer nacht unmittelbar an der grenze reisten wir am naechsten tag direkt nach phnom penh, die hauptstadt kambodschas. der grenzuebertritt erfolgte mit einer bootsfahrt und fuehrte dann noch gut 3 stunden den mekong hinauf. nach diesen drei stunden haetten wir beinahe etwas muskelkater in den armen erhalten, da uns praktisch ausnahmslos jeder einheimische vom ufer aus zuwinkte. im grossen und ganzen sind die kambodschaner auch ein sehr herzliches volk.

dort sah das kulturelle programm aehnlich aus wie in saigon. zuerst ging es in ein kriegsmuseum, welches dies von saigon bezueglich grausamkeit noch toppte. dieses mueseum wurde an genau diesem ort "errichtet", wo anno dazumal die dramatischen vorkommnisse passierten. und zwar wurde aus einer schulanlage ein gefangenlager, in welchem tausenden von leuten zu unmenschlichsten verhaeltnissen gehalten wurden. man konnte auf den fotos gut erkennen, dass dies vor noch nicht allzu langer zeit an ort und stelle geschah. als wir dann noch auf dem sogenannten killing-field waren, lief es uns dann endgueltig etwas kalt den ruecken ab. die gefangenen wurden vom k-21 (das gefangenenlager) jeweils auf das killing-field gebracht, wo sie dan auf grausame art und weise umgebracht wurden. in einer grossen saeule wurden alle ausgegrabenen totenschaedel gesammelt... und dies waren doch ueber 9000! ein eher komischer anblick!



Auch liessen wir uns ein besuch im koenigpalast nicht nehmen

ein weiteres wichtiges ereignis in phnom penh war aber sicher auch: urs war beim friseur!!!! und dies fuer einen unmenschlichen 1 Dollar!:-)



nach phnom penh hiess unsere naechste destination sihanoukville im westen kambodschas. da war wieder einmal etwas strand angesagt. dort trafen wir auch richard, einen pensionierten englaender, welchen wir abends wieder sahen. mit ihm philosophierten wir dann auch einige stunden. obwohl ich eigentlich lieber richards spannenden geschichten zugehoert haette, musste ich die letzten zwei stunden mit nachhilfeunterricht in englisch verbringen. naja, ich hoffe dem kleinen junge hats wenigstens etwas gebracht fuer die schule.

Naechstes Ziel: siem reap! nach einer 11 stuendigen busfahrt kamen wir dann auch endlich an. tags darauf besichtigten wir die beruehmten tempel von angkor wat. angkor wat ist eine der groessten und beruehmtesten tempelanlagen ueberhaupt. so genuegte uns der eine tag auch nicht, die ganze anlage zu besichtigen. aber die haupttempel werden uns sicherlich in bester erinnerung bleiben.



als wir von den tempel nach siem reap zurueckkehrten, war leider ein spitalbesuch angesagt. wir beide verloren je ca. einen halben liter blut... aber es war nicht so schlimm!

nach siem reap ging es bereits in die naehe der grenze von laos. nach einer weiteren 11 stuendigen busfahrt kamen wir in kratie an, um dann am naechsten tag in laos einzureisen. wir waren kaum mal 5 minuten in kratie angekommen, sagte uns der hotelbesitzer, falls wir die delphine noch heute sehen wollen, muessten wir gleich jetzt gehen. nichts wie los und wir sassen auf zwei motorraeder welche uns in einem hoellentempo zum boot fuhren. tatsaechlich konnten wir dann eine ganze gruppe von delphinen beobachten, welche immer wieder auftauchten um luft zu schnappen.

tja, das war es dann auch schon wieder von kambodscha. wir machten naehmlich vor einigen tagen mal eine kleine kalkulation ueber den restlichen teil unserer reise (das erste mal ueberhaupt). mit etwas schrecken mussten wir feststellen, dass wir eigentlich gar nicht mehr so viel zeit haben, da wir in weniger als 2 monaten bereits in singapur sein muessen und es bis dorthin noch vieles zu sehen gibt. so entschieden wir uns, in kambodscha und wahrscheinlich auch in laos nicht unnoetig viel zeit zu verlieren.

tja, und seit gestern sind wir nun im sueden von laos auf einer der 4000 tausend inseln, welche sich in dieser umgebung befinden. heute unternahmen wir eine kleine velotour welche uns unter anderem ins niemandsland von laos fuehrte. dies war eine voll friedliche stimmung... nur der wald, einige viecher und ab und zu ein einheimischer, welche unsere wege kreuzten.

morgen werden wir wahrscheinlich noch eine weitere inseln auskundschaften bevor wir dann weiter nach vientiane, dia hauptstadt laos', reisen.

und ach ja... die schlauen unter euch haben es sicherlich auch schon erraten. das blut haben wir natuerlich freiwillig abgegeben. und zwar im spital in siem raep, welches von dem schweizer dr. beat richner aufgebaut wurde. ganz nach dem motto... jeden tag eine gute tat!!:-)



also ihr lieben... geniesst den kommenden fruehling und bis bald!

liebe gruesse
urs und rene

ps: die gallerie spinnt leider gerade ein bisschen. die zweite seite wird nicht angezeigt. um direkt auf die 3 seite zu gelangen kann man folgenden link anwaehlen. http://www.gschwend.com/gallery/main.php?g2_itemId=33&g2_page=3

Samstag, 23. Februar 2008

Ab in den Sueden, der Sonnne hinterher....

Hallo allerseits!!
Wie ich gerade bemerken musste sind seit dem letzten Eintrag bereits 2 Wochen vergangen. Die Zeit verging wie im Fluge und wir haben seither wieder vieles gesehen und erlebt. Zugleich war es eine strenge Zeit da wir wieder einmal 2 partyhungrige schweizer Maedels kennenlernten und wir einfach nicht nein sagen konnten.

In Hue war das Wetter so schlecht dass wir uns fuer keine Tour entschieden und lediglich die Citatel, den Koenigspalast besuchten. Aber auch dieser war nur maessig interessant. Dafuer hatte es gleich beim Guesthouse um die Ecke eine nette Bar in welche wir immer wieder gerne vor dem Regen fluechteten :-)

(Fuer uns klar das beste Bild vom Ausflug zur Citadel)

In einer vierstuendigen Busfahrt mit ununterbrochener Unterhaltung durch einen berner IV-Bezueger im 2 monatigen Urlaub ging es weiter nach Hoi An. Endlich konnten wir wieder einmal in die kurze Hose steigen und unsere Zehenschluepfer beruehrten das erste Mal vietnamesischen Boden. Am ersten Tag probierten wir etwas neues aus. Wir mieteten uns zwei Velos. So ritten wir auf unseren Drahteseln durch die wunderbare vietnamesische Landschaft zum Strand. Lange war es her dass wir das letzte Mal im Salzwasser standen, fuer ein Bad war es jedoch etwas zu kalt. Hoi An ist ein sehr herziges Staedtchen mit einem schoenen Markt. Bekannt ist es jedoch fuer die vielen Schneidergeschaefte in welchen man guenstig massgeschneiderte Kleider machen lassen kann. Natuerlich liessen wir uns dass nicht entgehen und verfielen etwas dem Charme der Schneiderin, was zu grossen Einkaeufen fuehrte. Insgesamt sind nun 5 Anzuege, 7 Hemden und 2 Paar Schuhe unterwegs in die Schweiz. Ein Anzug kostete zwischen 30 und 50 Dollar, das Hemd ca. 10 und ein Paar Schuhe 25. Das 13 Kg schwere Packet war mit 140 Dollar ganz klar das teuerste bei diesem Spass.

(unsere Eingaenger)

Wie Eingangs erwaehnt lernten wir noch Kim und Noemi, 2 schaffhausner Modis kennen. Mit ihnen verbrachten wir manche lustige Stunden in den Bars von Hoi An, wobei die KingKong-Bar sicherlich allen speziell in Erinnerung bleiben wird :-) Am letzten Tag unternahmen Rene und ich noch einen Ausflug zu den Mable Mountains. Dazu nahmen wir uns zwei Motorradtaxis. Die Mable Mountains sind eine kleine Pilgerstaedte fuer die Buddhisten und so findet man dort vor allem Buddhas in allen Groessen. Wir waren besonders von der traumhaften Aussicht und der Motorradfahrt entzueckt.
Am Abend stand dann die laengste Reise welche wir bisher hatten an. 19 Stunden insgesamt. Zuerst fuhren wir mit dem Sleeping-Bus die Nacht durch bis Nhatrang wo wir in einen anderen Sleeping-Bus umsteigen sollten. Anscheinend war dieser Unterwegs abgelegen und uns wurde eine Wartezeit von 4 Stunden angekuendigt. Dazu hatten wir aber keine Lust und fragten ob wir im normalen Bus welcher gerade angekommen war mitfahren koennten. Der Travelagent ueberlegte nicht lange und stimmte ein. So sprangen wir noch auf den Bus auf, mussten dann jedoch bemerken dass es keine Plaetze mehr frei hatte. So verbrachten wir die letzten 5 Stunde auf dem Boden des Busgangs.
Mui Ne empfing uns dann mit richtig warmem Wetter und strahlendem Sonnenschein. Wir waren nun im Sueden angekommen und dies bemerkte man nur schon aufgrund der total anderen Landschaft gegenueber dem Norden. Hier hatte es weite Steppen und Sandlandschaften. Diese geologischen Gegebenheiten waren eigentlich auch der Grund fuer unseren Abstecher nach Mui Ne. Mit einem gemieteten 4-Gaenger Motorrad welches wir schnell im Griff hatten fuhren wir dann zuerst zu den roten Sandduenen wo uns bereits beim Parkieren mehrere Maedchen ihre Sandschlitten anboten. Der Schlittelplausch hielt sich schwer in Grenzen denn nach gut 10 Metern war es auch schon wieder vorbei. Dafuer bot sich sonst ein einmaliger Anblick in diesem riesigen Sandkasten zu welchem wir auch fuer den Sonnenuntergang zurueckkehrten.

(Rene bei der Abendgymnastik)

Weiter ging die Fahrt zu den weissen Sandduenen, wofuer Rene das Chauffieren uebernahm. Dabei hatter er kein leichtes Spiel zumal wir in einen Sandsturm gerieten und nebst einem eher unsanften Hautpeeling auch zweimal unsere zu grossen Helms verloren. Muehsam war das insofern, dass der innere Styroporteil jeweils rausflog und vom Wind weggeweht wurde. So absolvierte ich wieder einmal einen ca. 700 Meter langen Lauf obwohl ich die Mittelstreckendistanz schon waehrend meiner Leichtathletikzeit nie mochte. Total ausser Atem lief ich den weiten Weg wieder zurueck zu Rene welcher sich ab dem Schauspiel den Ranzen volllachte. Dabei folgte der Hoehepunkt erst noch. Auf ca. halbem Weg kam ein Junge zu mir gerannt und wollte Geld dafuer, dass ich sein Land betreten habe...
Auch die weissen Sandduenen waren sehr eindruecklich und wenns nicht so grausam heiss gewesen waere, haetten wir dort noch einige Minuten mehr verbracht.


Am zweiten Tag besuchten wir noch einen Wasserfall, dieser war zwar fast ausgetrocknet aber der Weg durch das seichte Flussbeet war wunderschoen.


Allgemein habt ihr vielleicht bemerkt dass uns dieses Land sehr gut gefaellt und das liegt zu einem grossen Teil an der super Natur und zum anderen Teil an den ueberaus freundlichen Vietnamesen welche einem den Aufenthalt hier nochmals verschoenern.
Seit 2 Tagen sind wir wieder in einer Grossstadt. In Ho Chi Minh City (ehemals Saigon) auch Motorbike-City genannt weil einfach jeder so ein motorisiertes Zweirad besitzt und rege benutzt. Und obwohl es kaum vorstellbar ist, hat es hier nochmals viel mehr Verkehr als in Hanoi. Viel haben wir von der Stadt jedoch noch nicht gesehen. Ausser wie koennte es anders sein, das Barleben. Nach der Ankunft hier trafen wir naemlich die Schweizerinnen wieder und zum genau halbjaehrigen Reisejubilaeum stuerzten wir uns bis es hell wurde ins Nachtleben. Danach ging es am Morgen nicht ins Hotelzimmer sondern direkt zum grossen Markt und als die Girls dann nicht mehr mochten, entschieden sich Rene und ich noch schnell beim kambodschanischen Konsulat vorbeizuschauen und das Visum zu beantragen :-) Kurz nach Zehn fielen wir dann jedoch auch in den Tiefschlaf und das sogar ohne Schafe zu zaehlen.
Nun kehren unsere Partygspaenli zurueck in die Schweiz, was uns die Gelegenheit gibt noch etwas von der Stadt zu sehen bevor es dann schon bald nach Kambodscha ins fuenftletzte Land der Reise weitergeht.

Somit wuenschen wir euch noch ein gutes Wochenende und e gmoegigi Ziit...

Liebs Gruessli

Rene und Urs

Samstag, 9. Februar 2008

Good morning Vietnam!

Hallo miteinander!

Wir hoffen bei euch ist alles in bester Ordnung!?

Wir koennen uns weiterhin nicht beklagen und sind weiterhin gsund und gfraessig!

Wie ihr ja im letzten Bericht entnehmen konntet, ging es den naechsten tag mit einem sogenannten sleeping-bus nach hekou, an den grenzuebergang nach vietnam. doch wurde die 13 stuendige busfahrt bis dorthin recht abenteuerlich. am anfang verlief alles ziemlich reibungslos und wir fanden unser gefaehrt an der busstation beinahe auf anhieb. auch dass unser bus doch ziemlich sehr einer sardinenbuechse erinnerte, beunruhigte uns in diesem augenblick relativ wenig, da wir auch nicht viel mehr erwartet haben. uns nahm eine eher gespenstische gestalt doch mehr oder weniger freundlich entgegen und bat uns, unser gepaeck doch im kofferraum zu verstauen. gesagt getan und unsere rucksaecke befanden sich scho im bus. danach teilte uns jedoch der komische typ, welcher seeeehr gebrochen englisch sprach, mit, dass momentan der benzinpreis leider sehr hoch sei und wir fuer die schweren gepaeckstuecke noch einen extra zuschlag bezahlen muessen. naja, diskussion war sinnlos... so bezahlten wir mit einem murren umgerechnet noch ca. 10fr drauf und stiegen in die buechse und bezogen unsere "betten". tja, die liegestellen waren geschaetzte 1.50 meter lang, was fuer mich ein gemuetliches daliegen verunmoeglichte (ihr koennt euch ja vorstellen wie sich dann urs gefuehlt haben muss!!). ich denke das schweizer pendant, der pfuusbus von pfarrer sieber, waere einiges gemuetlicher gewesen. so kruemmten wir uns auf diesen liegestellen und warteten auf die abfahrt welche sich etwas verzoegerte. ploetzlich kam der typ zu uns in den bus und teilte uns mit, dass sein chef gesagt habe, dass er nocheinmal je 5fr benoetige. schlussendlich zahlten den preis fuer das ticket beinahe noch einmal. waehrend wir so warteten stellten wir fest, dass sich die illustren gestalten um den bus vervielfacht haben und sich die kofferraumtuer verdaechtig viel oeffnete und schliesste (war am geraeusch an gut zu erkennen). uns wurde es langsam aber sicher unwohl und so entschieden wir uns zu sagen, dass wir doch etwas in meinem rucksack vergessen haben. als ich dies den typen mitteilte, wollte mich ploetzlich niemand mehr verstehen und der bus setzte sich in bewegung. nach einer weiteren etwas energerischen anfrage resp. herumgefuchtel hiess es dann in 10 minuten gaebe es einen stopp. ok, was wollten wir schon machen. nach einer guten halben stunde hielt der bus wirklich an und wir konnten nach unseren rucksaecken sehen, welche zu unserem ueberraschen noch feinsaeuberlich da lagen wo sie sich am anfang befanden. sichtlich beruhigt konnte die fahrt weitergehen, welche ueber stock und stein fuehrte, was unsere schienbeine ziemlich ledierte.

(Sleeping-Bus)

so kamen wir morgen frueh in hekou an und bezogen sofort ein hotel, da unser visum fuer vietnam ja erst tags darauf gueltig war. infolge der busfahrt, in welcher wir wenig (urs) bis gar nicht schliefen (ich) verpennten wir dann auch mehr oder weniger den ganzen tag und schauten etwas fernsehen im zimmer. es kamen sogar filme in englisch, welche aber zu unserem entsetzen immer kurz vor schluss abgeschnitten wurden... tja, shit happens.

und so ging es dann am naechsten morgen los richtung grenze, welche nur ca. 300m vom hotel entfernt war. der uebertritt verlief problemlos und so standen wir auf vietnamesischen boden. sofort wurden wir von verschiedenen "motorrad-taxifahrer" umzingelt, welche uns an unser naechstes ziel bringen wollten. da es doch immer noch ziemlich kalt war, entschieden wir uns dann jedoch fuer einen minibus richtung sapa, unser naechstes ziel. zum glueck wurde uns im vorherein gesagt, dass man in vietnam immer handeln sollte. so "musste" unser minibusfahrer sein erstes angebot durch 5 teilen bis wir uns dann einverstanden erklaerten. so ging es mit diesem bueschen zu dem bergdoerfchen sapa. die landschaft waere wunderbar gewesen, leider war ziemlich alles vernebelt. schnell mussten wir auch feststellen, dass das vietnamesisch volk das busfahren nicht so ertraegt und so kotzten sie froehlich vor sich hin, was sich dann bei spaeteren busfahrten auch jeweils wiederholte.

in sapa erlebten wir dann unser tiefstrekord was die temparatur anbelangt. es war eisig kalt und alles nebelverhangen. da sie heizungen auch in hotels nicht wirklich kennen, waren beispielsweise unsere mp3-player morgens auch etwas angefroren. zum glueck hatte es jedoch dicke decken und so war das ganze doch noch aushaltbar. sapa ist ein wunderschoenes bergdoerfchen, in welchem eine minderheit des vietnamesischen volkes zu hause ist. die frauen tragen bunte kleidungen und trachten. dass sie hier oben nicht gerade die reichsten sind, konnten man unter anderem feststellen, dass praktisch alle auch bei diesem wetter mit ausgelatschten schlarppen herumspazierten... harte hunde!!! so schlenderten wir zwei tage durch die maerkte und strassen. wir sind es uns ja von mittelamerika gewohnt, dass uns ab und zu mal drogen angeboten werden. in sapa waren es allerdings die aelteren frauen, welche zuerst marihuana, haschisch und opium anboten bevor sie dann ihre kleidungsartikel zu verkaufen versuchten.

(Verkaeuferinnen in Sapa)

nach zwei tagen ging es dann weiter nach bac ha, was vorallem fuer die maerkte bekannt ist. uns war von anfang bewusst, dass diese jedoch nicht unter der woche stattfinden, wollten das oertchen jedoch trotzdem besuchen. da die lehmstrassen durch denn nebel durchnaesst waren und es auf der einen seite einfach eine lehmwand hatte und auf unserer seite doch einige meter das loch hinunter ging, gerieten wir auf der rueckfahrt von sapa das eine oder andere mal doch noch ins schwitzen. vorallem wenn einer entgegenkam haette es jeweils nur wenige centimeter gebraucht und dann haette es geheissen... und tschuess! zum glueck ging alles gut und wir kamen heil in lao cai an, wo mir denn bus wechseln mussten. auch dieser trip war wieder ein abenteuer, mit welchem man ein ganzer blog eintrag fuellen koennte. darum nur ein paar stichworte: kind im bus vergessen, lebende huehner im bus und schweine auf dem dach, so richtig vollgestopft, einstiege durch die fenster und eine huebsche vietnamesin auf urs' knien.



die geschichte von bac ha ist dann jedoch realtiv schnell erzaehlt. da es ausser denn maerkten, welche wie gesagt an diesen tagen nicht stattfanden, eigentlich nicht viel zu sehen gab. das einzig interessante war, dass jeweils morgens und abends zwischen 5-6 aus riesen lautsprechern die sogenannte "voice of vietnam" ertoente und irgendetwas erzaehlte. anscheinend muss es interessant sein, da einige geschaefte abends waehrend dieser stunde schliessen. aufgrund der anhaltenden kaelte verbrachten wir die meiste zeit in einem restaurant. die gleiche idee hatten auch eine 24-koepfige gruppe von hollaendern, welche sichtlich ihren gefallen an uns fanden (die oder der juengste ca. 65).

weiter ging es richtung sueden nach hanoi, der hauptstadt vietnams. diesmal hatten wir zum glueck wieder einen zug erwischt, was doch wesentlich bequemer ist. die fahrt verlief ruhig und wir konnten auch mehr oder weniger schlafen, bis morgens um halb 5 ploetzlich wieder ein riesen laerm im zug war und wir aus dem schlaf gerissen wurde. minuten spaeter war uns dann auch klar was es geklingelt hatte... wir waren da, mehr als 2 stunden frueher als angenommen. so standen wir um 4.30 morgens in hanoi. da die chance fuer ein bereits offenes hotel gleich null war, verbrachten wir halt noch einige zeit am see des old quarters. zu diesem zeitpunkt konnten wir noch nicht erahnen was in hanoi tagsueber eigentlich so los ist. als wir dann ein guesthouse bezogen hatten und etwas nachgeschlafen hatten, machten wir uns auf, die umgebung zu erkundigen. was in hanoi auf den strassen so abgeht ist schon ziemlich beeindruckend. es hat kaum autos, dafuer tausende von motorraedern und velotaxis welche sich durch die strassen draengen. es hat zwar lichtsignale, doch denen werden kaum beachtung geschenkt. so trauten wir uns anfangs kaum, die strassen zu ueberqueren. doch konnten wir dann feststellen, dass man eigentlich einfach drauflos laufen kann, die motorraeder weichen einem automatisch aus und es ist mehr oder weniger sicher.

(Momentaufnahme Verkehr Hanoi)

(Velo-Taxi)

eine beruehmte darbietung in hanoi sei anscheinend das wasserpuppentheater. wir liessen uns dies natuerlich nicht entgehen und ergatterten uns tickets fuer das abendprogramm. naja, die ersten 10minuten war es lustig, dann jedoch nur noch langweilig. viele der besucher haben die 2-3 "highlights" des einstuendigen thaeters leider verpasst, da sie schon vorher eingenickt waren. wir amuesierten uns waehrend dieser zeit einfach ueber andere besucher, welche entweder krampfhaft versuchten begeisterung vorzutaeuschen oder in allen moeglichen haltungen in ihren sitzen haengten.

tagsdarauf stand eine zweitaegige bootstour in der halong bay auf dem programm. auf dem boot konnte man die wunderschoene landschaft einfach nur in ruhe geniessen. in halong bay hat es unzaehlige steinfelsen und inseln im meer welche teilweise maejestetisch aus dem wasser ragten. wir hatten auch glueck mit unserer truppe, 4franzosen und 2hollaendern, und verbrachten den abend auf dem boot mit spielen und dem einen oder anderen bierchen. leider machte das karaokegeraet schlapp, gerade als urs mit seiner franzoesischen gesangspartnerin ihre darbietung abgeschlossen hatten. tja... no comment!

(Halong Bay)

zurueck in hanoi stand dann am abend das chinesische neue jahr bevor. wir verbrachten den abend eigentlich mehr oder weniger in der selben bar, von welcher man einen guten blick auf den "hauptplatz" hatte. doch ploetzlich gesellten sich zwei einheimische zu uns, welche kein wort englisch konnten. und doch diskutierten wir mit denen gut 2 stunden lang. hmmm?? wie geht denn das? ja, diese zwei burschen war taubstumm und fuchtelten die ganze zeit mit ihren haenden herum. nach einigen minuten wussten wir dann auch (oder nahmen es an) was sie uns sagen wollten und antworteten mit unseren eigenen gesten. um 12 uhr fand dann noch ein feuerwerk statt, welches dem standart von vietnam entsprechend doch ziemlich gross war.

seit heute sind wir nun in hue und haben letzte nacht eine weitere 12 stuendige busfahrt hinter uns gebracht, welche aber doch einiges angenehmer war als die in china (die betten waren diesmal ca. 1.60). hier bleiben wir nun einige tage bevor es schritt fuer schritt weiter richtung sueden geht.

und ach ja ueberigens. leider koennen wir seit china nicht mehr auf unseren blog zugreiffen, da die regierung in china und vietnam einige seiten sperren. so bitten wir euch um entschuldigung, wenn die darstellung unter umstaenden nicht gerade einwandfrei ist.

also ihr lieben... machets guet und bis gli!

liebe gruesse

urs und rene

Samstag, 26. Januar 2008

Andere Laender, andere Sitten

Wir haben schon viel gesehen bisher auf unserer Reise, was jedoch hier in China abgeht ist echt unglaublich. In Mittelamerika gab es bereits einige enorme Unterschiede gegenueber der Schweiz aber China toppt das nochmals bei weitem. Seit dem letzten Bericht haben wir vor allem wegen dem Wetter keine Touren mehr gemacht, sondern sind einfach ein bisschen durch die verschiedenen Staedte geirrt. Dabei bekommt man hier jedoch unzaehlbar viele Eindruecke und Erlebnisse, dass es unmoeglich ist all diese zu beschreiben. Wer es nicht selbst erlebt hat kann sich nicht vorstellen wie die Menschen hier leben.


Mit Leben sind wir auch schon beim ersten Stichwort. Die Hotelzimmer waren bis jetzt sehr angenehm, mit Ausnahme desjenigen in Guilin. Wir erinnern uns nur ungerne an die 2 bis 4 Grad welche dort herrschten und so ist man umso gluecklicher wenn man sich im warmen Hotelzimmer aufwaermen kann. Doch dies war dort definitiv nicht der Fall. Bei der Ankunft spaet abends stand das Zimmerfenster weit offen und so war die Innentemperatur gleich Aussentemperatur. Das komische Ding welches die Glattnasen dort wohl Klimaanlage nannten funktionierte auch nicht so recht und auf dem WC machten wir uns jeweils beide Gedanken ueber den Erfrierungstod. Und ausgerechnet an solchen Orten bekommt man denn Schei.... (Durchfall). Der einzige Ort an dem es nach einiger Zeit kuschelig warm und ein bisschen heimelig wurde war unter der Bettdecke und an diesem Ort verbringen wir hier in China auch verhaeltnismaessig viel Zeit.

In Guilin stand dann noch ein kultureller Teil auf dem Programm. Das Theater sollte es sein. Ein "must have seen" gemaess einem einheimischen Teeverkaeufer welcher uns dazu ueberredete. Eine Show ueber die Braeuche aus der Umgebung waren der Inhalt welche durch akrobatische und taenzerische Einlagen vorgestellt wurden. Zum Teil hatte es echt gute Sachen dabei (Schlangenmenschen die sich unvorstellbar verrenkten), oefters liess es das Programm jedoch auch zu bereits ein bisschen vom Bier nach der Show zu traeumen. Einige Braeuche wie die Hochzeit durften wir, wie im letzten Bericht erwaehnt, bereits einen Tag zuvor kennenlernen aber dieser wurde im Theater nochmals gezeigt. Der Saal war voll mit Zuschauern und ihr koennt drei Mal raten wer von all den Leuten als Braeutigam auf die Buehne geholt wurde. Richtig geraten, und so stand dann der Rene schwubsdiwubs auf den Brettern wie man sagt, die die Welt bedeuten. Nun ist er bereits zweifach verheiratet in China, da muessen sich die schweizer Maedels echt etwas einfallen lassen um noch an ihn heran zu kommen!! Da moechte ich auch gerade noch die Gelegenheit nutzen um zu den Anmerkungen betreffend Renes Figur, welche uns zugesandt wurden, Stellung zu nehmen. Ich gebe es zu, ein Hochzeitsfoto habe ich nicht so gut getroffen und er sieht auf dem Bild aus wie Elvis Presley in seinen letzten Tagen. Dies liegt jedoch nicht daran weil er ununterbrochen chinesische Snacks isst sondern einfach daran, dass er an diesem Tag nebst dem Longsleeve noch 3 T-Shirts und ein Schal unter dem Jaeggli trug. Nun nach so viel chinesischer Kultur im Theater brauchten wir einen kleinen Wechsel und entschieden uns fuer die Paulaner Bar, welche deutsches Bier ausschenkt. Keiner weiss mehr genau wie es dazu kam aber schlussendlich befanden wir uns in einem Wetttrinken gegen einige Chinesen. Naja es war etwas unfair. Die chinesische Truppe stellte immer einen anderen Gegner waehrend Rene und ich jedes Mal antreten und ein Bier trinken mussten. Ich denke schlussendlich waren wir die Sieger, zumindest wurden uns so je vier Bier spendiert. Fuer alle Bierfans noch eine wichtige Mitteilung. Hier in China gibt es keine Bierflaschen unter 600ml.

Tags darauf besuchte ich noch die Reed Flute Cave. Rene ging es leider nicht so gut, was aber nicht am Alkohol des Vorabends lag!! Die Hoehle war echt grossartig. Die Lichter liessen mich zwar gedanklich manchmal nach Las Vegas zurueckfallen aber durch die vielen farbigen Neonlampen wurde die sonst schon spektakulaere Hoehle nochmals etwas mystischer. Lustig bei der ganzen Sache war auch, dass man jeweils in Gruppen von ca. 40 Personen durch die Cave gefuehrt wurde und ich der einzige Nichtchinese war. Ich fand es total in Ordnung, dass die Fuehrerin alles extra fuer mich noch ins Englisch uebersetzte. Die Chinesen jedoch fanden es glaube ich nicht so toll, dass sie immer auf mich warten mussten.



Von Guilin ging es mit dem Bus (zur Abwechslung mal kein Flieger) ab in den Sueden. Der Sonne hinterher dachten wir, was sich jedoch als falsch herausstellte. Zwar bewegten sich die Temperaturen in Nanning um die 10 Grad, dafuer war es immer neblig und der Nieselregen zeigte auch vollen Einsatz. Viel haben wir dort wirklich nicht gemacht. Es beschraenkte sich auf das Herumlaufen in der Stadt und etwas Fernsehschauen und Teetrinken, welchen wir teuer in Guilin ergattert haben. Nun das Herumlaufen toent wahrscheinlich sehr simpel ist es aber in China nicht. Das Ueberqueren der Strasse gibt einem jedes Mal den Adrenalinkick eines Bungeesprungs. Man weiss nie ob man lebend auf der anderen Seite ankommt. Klar gibt es auch Ampeln mit Rot und Gruen, diesen wird jedoch keine grosse Beachtung geschenkt. Schlussendlich hat der Staerkere Vortritt, wobei der Fussgaenger vor dem Hund an zweitletzter Stelle liegt. Eine nicht sehr schoene aber halt einfach chinesische Szene erlebten wir als wir uns in eine Seitenstrasse verliefen. Ploetzlich fanden wir uns in einem Tiermarkt wieder. Es war echt nicht schoen diese Tiere sehen zu muessen. Die Schildkroeten wurden in Tupperwarebecken gehalten, die Schlangen in feinmaschigen Netzen, die Eulen und sonstigen Voegeln wurden mit Klebeband eingewickelt damit sie nicht davonfliegen und die Dachse, Katzen und sonstigen Tiere wurden in unvorstellbar kleinen Kaefigen gehalten. Ein Mann knackte gerade eine Schildkroete mit dem Beil waehrend ein anderer kleine Kuecken und eine Frau eine Schlange ausnahm. Das sind sehr haessliche Bilder die man in China zu sehen bekommt und in einigen Vierteln ganz normal sind. Wie wir auch schon beobachten konnten trainieren manche Leute ihre Tiere sehr geschickt. So fischen manche Fischer nicht selbst, sondern lassen fischen. Dazu trainieren sie die Karmorane so, dass sie die Fische fangen jedoch nicht selbst fressen sondern dem Herrchen zurueck bringen.

Von Nanning ging es nach Kunming wo wir seit Dienstag sind. Diesmal reisten wir wie der Kluge, naemlich im Zuge :-) Die Reise dauerte knapp 14 Stunden und deshalb nahmen wir den Nightsleeper und reisten ueber Nacht. Die Waggons haben einen durchgehenden Gang und mehrere Schlafabteile welche nicht vom Gang abgetrennt sind. In einem Abteil hat es 6 Betten, jeweils 3 uebereinander. Uns wurden die untersten 2 Betten im Abteil zugeteilt was wir am Anfang ganz toll fanden, so mussten wir nicht immer hochklettern. Naja ganz so toll war es dann doch nicht. Die Flachnasen, bei welchen gerade die 2 monatigen Ferien begonnen haben, setzten sich ungeniert neben uns auf die Betten und jassten. Zum Glueck loeschte um 10 Uhr das Licht und wir bekamen Platz um uns hinzulegen. Nachdem wir mehr (ich) oder weniger (Rene) gut geschlafen haben kamen wir dann um 6 Uhr morgens am Hauptbahnhof an.

(da hatten wir noch Platz)

Die Fahrt mit dem Taxi zum Hostel dauerte ziemlich lange und endete in der Vorfahrt zum Grand Hotel Kunming. Wie wir bemerken mussten, hatte der Fahrer keine Ahnung wo es hingehen sollte. Wir zeigten ihm zwar die Adresse in chinesischen Schriftzeichen aus unserem Reisefuehrer aber das klappte nicht wie gewuenscht. Er probierte auch die ganze Zeit mit uns zu reden, die Sprachbarriere setzte da jedoch enorme Schranken. Schlussendlich fand er es doch noch und wir mussten Feststellen dass wir dem Taxichauffeur eine nicht ganz einfache Aufgabe gestellt hatten. Das Hostel ist naemlich nicht mehr in Betrieb :-( Nach weiteren 3 Taxifahrten quer durch die Stadt fanden wir um 8 Uhr morgens dann doch noch ein geeignetes Hostel.

Kunming gefaellt uns sehr. Die Temperaturen befinden sich auch wieder zwischen 15 und 20 Grad. Bis jetzt besuchten wir mehrere Tempel, Parks und auch noch den Zoo. Wie ihr inzwischen wisst sind die Schlitzaeugler keine grossen Tierliebhaber, im Reisefuehrer stand jedoch, dass die Haltungsbedingungen im Kunminger Zoo besser seien als in den anderen chinesischen Zoos. Naja es stand ja nicht "viel" besser und so erwartete uns ein weiterer trauriger Anblick von Tieren in nicht artgerechter Haltung um es mal milde auszudruecken. Etwas fanden wir aber trotzdem recht amusant und zwar war es ein Schlangenkaefig. Darin befanden sich zwei riesige Schlangen ca. 3 Meter und fieserweise auch noch ein Hase. Dieser knabberte frischfroehlich an einer Ruebe rum und hoppelte gelegentlich um die Schlangen herum. Die Schlangen schienen an diesem Tag keinen Hunger gehabt zu haben, bin mir aber sicher dass der frueher oder spaeter kam :-)

(wenn wir schon beim Thema sind. Plattgewaltztes Schweinsgesicht ist bei den besseren Metzgern erhaeltlich)

Dann stand noch ein weiteres Novum auf unserer Reise auf dem Plan. Rene entschied sich die Haare abzuschneiden. Satte 4.50 Franken bezahlte er dafuer, aber das Ergebnis laesst sich sehen. Im Preis war nebst dem Haareschneiden eine 10-minuetige Kopfmassage (was teilweise auch zu einer Ohrmuschelmassage ausartete) inbegriffen. Das Coiffeurteam von Kunming ist in der wieder aktuellen Fotogallerie zu sehen.

(Hihi, Renes Haarpracht. Wurde wahrscheinlich gestern am Marktstand um die Ecke bereits als Perruecke verkauft)

Gestern besuchten wir noch den Grand View Park. Aufgrund des Namens dachten wir da an eine super Aussicht ueber die Stadt, zumal es dort auch einen Grand View Tower geben sollte. Diesen fanden wir mit etwas Suchen dann auch und mussten feststellen dass es sich beim Tower um ein dreistoeckiges Haus im chinesischen Baustiel handelt und die Aussicht bei einem der zwei Aussichtsfenster von Baeumen komplett verdeckt ist. Wir wollten gerade die Treppe zum Aufstieg in Angriff nehmen als wir zurueckgepfiffen wurden. Es koste 2 Yuan (30 Rappen) Eintritt. Wir nahmen das Plastiksaeckli welches wir bei der Bezahlung bekamen stutzig in die Hand und begaben uns in den 2. Stock. Dort nahm es uns dann doch wunder was im Plastiksaeckli drin ist. Zum Vorschein kamen zwei Plastikhauben. Wir werweissten wofuer die nun gut sein koennten. Vielleicht fuer die Haende dachten wir, da die Chinesen oft mit Plastikhandschuhen in den Fastfoodketten essen... Schlussendlich kam mir in den Sinn dass es enorm viele Moewen in diesem Park hat und so zogen wir uns zum Schutz gegen die Vogelkacke die Haube ueber den Kopf. Im 3. Stock angekommen bemerkten wir dass der "Aussichtsturm" ein Dach hat und die Haube wohl doch nicht fuer den Kopf gedacht war. Zum Scherz liessen wir sie jedoch an und gingen wieder nach Unten. Dort wurden wir dann von den Leuten welche sich gerade die Hauben ueber die Fuesse zogen etwas doof angeschaut. Naja, da haetten wir wirklich auch selbst drauf kommen koennen...

(wir fanden es so auch total nett)

Morgen Abend geht es dann mit einer weiteren Nachtreise, dieses Mal im Bus, weiter nach Hekou an die vietnamesische Grenze. Von dort werden wir am 29. Januar nach Vietnam einreisen. Bis dahin geniessen wir noch etwas das hemmungslose Herumgeruelpse auf der Strasse und in den Restaurants und spucken ein bisschen mit den Chinesen um die Wette!! Das ging ja noch fast vergessen. Die Hygiene steht hier nicht gerade an oberster Stelle. Das sieht man nur schon an den Plumpsklos welche hier benutzt werden. Die oeffentlichen Toiletten sind baulich recht interessant nach dem Motto "wenn die Wand dazwischen nur 1 Meter hoch ist, kann ich den anderen besser sehen". Ueber den Gestank muss ich nicht gross etwas schreiben. Da gilt es einfach Hyperventilieren und dann Luftanhalten. Bei dieser Voraussetzung ist es auch nicht verwunderlich dass hier ueberall hingepinkelt wird. Ob es aufs Trottoir oder den Eingang zum Einkaufszentrum ist. Die kleinen duerfen sogar das grosse Geschaeft auf dem Gehsteig verreichten wie wir bereits in 2 Faellen miterleben mussten.
Also, geniesst die Fasnacht noch etwas fuer uns und haend sorg!!!

Liebe Gruesse
Rene und Urs

Sonntag, 13. Januar 2008

Rueeggli und klein Hornung allein in Hong Kong...

... und noch ein bisschen mehr!

grueaezigrueaezi!

nach tokyo sind wir gut in der naechsten grossstadt gelandet... hong kong!! nachdem wir nach gut glueck mal ein hotel bezogen haben... so nach dem motto: steigen wir mal irgendwo aus und nehmen das naechst beste hotel. dieses erwies sich dann schlussendlich aber auch als gluecksfall... guenstig, zentral und doch (zimlich) ruhig!

am ersten tag machten wir als erstes daran, uns das visum fuer die einreise nach vietnam zu besorgen. so watschelten wir zur vietnamesischen botschaft, fuellten die noetigen fackel aus und erhielten dann die auskunft wir duerfen unsere paesse samt visas in drei tagen abholen. so weit so gut, da wir ja auch mit einer wartezeit gerechnet haben.

danach machten wir uns auf die stadt zu erkundigen. hong kong hat also doch so einiges zu bieten, man weiss fast nicht wo man anfangen soll. so spazierten wir den ersten tag einfach etwas herum und liessen uns von den unzaehligen riesigen gebaeuden beeindrucken. am tag darauf machten wir eine kleine reise zum victoria peak, einem atemberaubenden aussichtspunkt von welchem man mehr oder weniger die ganze stadt sehen kann und einem die immense dimension so richtig bewusst wurde.

(Blick ueber Hong Kong)

an den abenden haben wir meistens unser "stammrestaurant" aufgesucht. eigentlich war der name der gaststaette (vegetarian resaurant) nicht unbedingt nach unserem gusto... aber ja, wenn ein vegetarian restaurant als spezialitaeten unter anderem huehner-, rinds- und sonstiges fleisch anbietet, kann man dies doch einige tage aushalten!:-) unsere (!!!) serviertochter streckte ihre mitarbeiter jeweils mit einem sauberen ellbogencheck nieder, sobald sie uns wieder im eingang stehen sah... wir sind uns heute noch nicht sicher in welchen von uns beide sie sich verliebt hatte. auf alle faelle fand sie riesigen spass daran, uns beim essen mit staebchen zu beobachten und uns zu unterrichten (ich will ja nicht angeben, aber urs hatte am anfang so seine liebe muehe damit). nach dem ersten abendessen fragte sie uns dann noch ganz hoeflich (wohl bemerkt, sie sprach kein wort englisch) "suizo?". da urs an diesem tag ein t-shirt an hatte, auf welchem auch ein schweizer kreuz zu sehen war, verwunderte uns diese frage nicht allzu fest und bestaetigten natuerlich mit heftigem kopfnicken. in diesem moment kehrte sich am nebentisch ein herr (oder eine dame... konnte man nicht so genau erkennen) und fuegte unserem gespraech ein trockenes "sweetpotatoes and ginger!!" hinzu und widmete sich wieder seinem teller. die serviertochter war mittlerweile wieder weggespurtet und wir fragten uns nur: meint der, das suesskartoffeln und ingwer eine schweizerspezialitaet sei oder heisst dies etwa etwas aehnliches wie weichei und teig? des raetsels loesung bot sich dann als unser schaetzchen (war ueberigens nicht unbedingt huebsch) mit zwei schalen zu uns geschossen kam und diese vor unsere langnasen stellte. genau an diesem zeitpunkt realisierten wir, dass suizo nichts anderes als dessert heisst. von da an erhielten wir immer noch einen dessert ohne dass sie uns fragte... neinnei, kein geschenk des hauses, es wurde immer sauber verrechnet.

natuerlich haben wir auch andere restaurants ausprobiert. das problem bei den einen war einfach... man wusste nie ob du nun eventuell fritierte rattenhodensaecke, glasierte hochlandrindaugapfel oder getrocknete leguanenschleimhaeute isst. aber ja, das meiste war bis anhin geniessbar und wir haben erstaunlicherweise auch noch keine magenprobleme.

(chinesischer Snack)


die naechsten tagen widmeten wir noch einmal dem sightseeing und sahen unter anderem die laengste rolltreppe der welt (800m), die groesste messingskulptur (natuerlich ein buddha), einen "pseudo-hollywoodboulvard", ein blumenmarkt sowie ein vogelmarkt, typische strassenmaerkte bei welchen sich zwischen dem fleisch ratten tumelten und natuerlich jenes verschiedene tempel. besonders erwaehnenswert ist jedoch der goldfischmarkt welchen wir besuchten. eine ganze strasse voll von plastiksaeckchen in welchen die tausende verschiedenste fische muehsam versuchten sich irgendwie zu bewegen und nach luft zu schnappen. spaetestens nachdem wir noch in ein hundehandelladen gelangten, in welchen die vierbeiner in uebelst engen boxen gehalten wurden, taten uns die viecher doch ziemlich gehoerig leid.


an den abenden inszeniert die stadt jeweils eine sogenannte "symphonie of lights". waehrend dieser show konnte man von einem aussichtspunkt die hauptskyline sehen, wessen gebaeude mit verschiedenen lichteffekten vorgestellt wurden, untermauert mit einer eher merkwuerdigen musik. war beeindrucken, aber ueber verhaeltnissmaessigkeit kann man sich streiten.

am donnerstagabend diskutierten wir noch froehlich ueber unsere weitere plaene, da wir morgen ja unser visum abholen koennen und wir ja eigentlich bereit waeren fuer die weiterreise. aber halt... da war doch noch was? dank einem input von aussen (danke manuela) konnten wir uns dann doch auch noch daran erinnern, dass wir fuer china selbst ja auch noch ein visum benoetigen. aufgrund der tatsache, dass ja schon freitag war, stellten wir uns auf ein paar weitere tage in hong kong ein. nichts desto trotz, nach dem wir wieder im besitze unserer paesse waren spurteten wir direkt zur chinesischen botschaft. da sie dort mit dem nummernsystem arbeiten brachte uns auch jegliches draengeln nichts, da wir schoen brav warten mussten bis unsere nummern aufleuchteten. und wie soll es anders sein, wir zogen unglueckicherweise die nummern 131 und 132. unglueck weil... die bueros schliessen um 12.00 Uhr (immer diese buerogummis!!!) und um 11.58 war erst die nummer 129 an der reihe. tja, und so wurde es 12 und wir waren noch immer nicht an der reihe und die damen schlossen ihre schalter nach und nach. wir waren schon fast beim ausgang, als um 12.03 doch noch die 131 aufleuchtete. ob es die dame (es war der einzige noch offene schalter) einfach nicht checkte, dass schon 12 war oder es an unserem sympatischen und aeusserst attraktiven aussehen lag, fanden wir nicht heraus. so beantragten wir das visum und zu unserer ueberraschung teilte uns die dame noch mit, dass wir unsere paesse am nachmittag wieder abholen koennen (natuerlich gegen einen kleinen aufpreis). dies hat dann auch wunderbar geklappt.

unser naechstes reiseziel sollte guilin, ein staedtchen auf dem chinesischen festland, sein. da wir nur schwammige und unterschiedliche informationen ueber die beste reiseroute erhielten, entschieden wir uns mal bei einem reisebuero nachzufragen. wir teilten der flotten dame mit, dass wir eigentlich so schnell wie moeglich unsere reise nach guilin antreten moechten, mit bussen oder zuegen war eigentlich unsere idee. die frau nahm dies so zur kenntnis und fing an, an ihrem computer herumzutruemmern. nach einiger zeit kam sie dann auch schon mit den noetigen reiseunterlagen zurueck. wir studierten diese und mussten feststellen, dass aus der busreise ploetzlich eine airbusreise wurde. tja, dies sind halt die kleinen missverstaendnisse aufgrund der sprachbarrieren. wir ueberdachten uns das angebot kurz und kamen zum entschluss, dass wir nun halt noch einmal fliegen. fuer umgerechnet knapp 100fr (busse und zuege wahrscheinlich ca. 40fr) konnten wir immerhin die reisezeit von 18 stunden auf 3 stunden reduzieren.

so machten wir uns auf zum flughafen shengzhen, welcher schon auf chinesischem boden liegt. als wir dann am flughafen aber doch noch ca. 5stunden auf unser flug warten mussten, fingen wir schon fast an unsere entscheidung ein wenig zu bereuen. als es dann aber doch soweit war, fielen uns schon in shengzhen die merkwuerdigen blicke unser mitreisenden auf. wir konnten uns nicht wirklich erklaeren wieso und machten uns auch nichts weiteres daraus. der flug in einer alten klappermaschine verlief reibungslos, abgesehen von den komischen toenen die das flugzeug ab und zu von sich gab.

in guilin angekommen fanden wir dann auch die loesung fuer die schiefen blicke in shengzhen. zur begruessung erhielten wir naemlich frostige 5 grad mit einem starkem bissigen wind!!! wohlverstanden... wir waren natuerlich weiterhin mit unserer standartausruestung, sprich kurze hosen, t-shirt und flipflops, unterwegs. die chinesen, welche nun wirklich nicht unbedingt als froehliches volk bekannt sind, konnten sich das lachen und die dummen sprueche (wir nehmen mal an, dass sie dumm waren) nicht verkneifen. fuer uns hiess dies direkten weges zum hotel und, da es eh schon abend war, ja nicht mehr aus dem haus. am naechsten tag ruesteten wir uns dann auch als erstes mit handschuhen, schaal und longsleeves aus. mehr oder weniger ausgeruestet erkundeten wir die stadt ein wenig, obwohl uns in dieser kaelte eigentlich nicht wirklich viel anmachte.

(unsere Wintermontur!)

fuer heute stand eine tour zu den beruehmten reisterassen auf dem programm. morgens um halb 9 wurden wir von einem bus abgeholt und los ging die fahrt. wir mussten schnell feststellen, dass dieser bus wohl keine heizung hat und mussten wohl oder uebel mit dieser tatsache leben. als dann der busfahrer nach einer guten stunden doch noch die heizung einstellte, konnten wir es und nicht verkneifen in sauberem schweizerdeutsch ein kurzes aber gezieltes "schafseckel" nach vorne zu werfen. wir glauben er hat es nicht persoenlich genommen. nach einer halben stunde mit heizung kam dann aber auch die quittung... ein knorzen der kupplung, ein uebler "verbrannter-gummi-gestank" und nichts ging mehr. ja, da standen wir irgendwo im nirgendwo. aber mit samt der situationskomik war das ganze gar nicht so schlimm und wir zwei amuesierten uns koestlich ueber die mitreisenden chinesen und dem lausanner-paerchen, welches nichts gescheiters wusste als im dicksten winter durch kasachstan zu reisen. so verfielen wir im minutentakt den lachanfaellen. nach einer stunde war den auch das ersatzbuesschen da und unsere reise konnte weiter gefuehrt werden. der erste stop war in einem kleinen chinesischen doerfchen, welches ihre ganz speziellen braeuche hat. so kommen dort die maenner kaum mal aus dem haus, die frauen schneiden sich ihre haare das leben lang nicht und waschen es nur in reiswasser und als liebesbeweis kneifen die frauen den maennern so richtig deftig in den hintern. und ja, seit diesem halt in diesem doerfchen bin ich gluecklich verheiratet!!! waehrend den tanz- und gesangsvorfuehrungen der ledigen frauen (oder maedchen) wurden auch noch zwei hochzeitszeremonien durchgefuehrt. und wie es halt so ist, wird das relativ schwierig ohne mann (die lesbenhochzeit ist hier noch nicht so in). so stellten sich ein chinese und ich natuerlich gerne zur verfuegung. nur verstehe ich nicht ganz wieso jeweils die ganze gruppe den liebesbeweis an uns durchfuehrten (das hochzeitsvideo wurde freundlicherweise von urs gedreht. vielen dank an dieser stelle! aber auf dieses muesst ihr euch noch bis im mai gedulden). urs gab dann im nachhinein seine tanzkuenste zum besten, als die ganze hochzeitsgesellschaft einen traditionellen tanz auffuehrten.

(Hochzeitszeremonie)

danach ging es weiter zu den reisterassen. leider haben wir es mit dem wetter nicht ganz so gut getroffen und es war ziemlich neblig. aber es liess doch einige blicke auf die terassen zu, welche doch sehr beeindruckend waren.

(Urs vor den Reisterassen)

nun sitzen wir weiterhin in guilin und sind uns noch nicht sicher ueber unsere weiteren plaene. eigentlich wollten wir richtung norden weiter, um noch den einen oder anderen pandabaeren zu finden. aber da es in dieser gegend momentan bis zu -8grad sein soll, sind wir uns erstens nicht sicher ob es ueberhaupt pandas hat und zweitens, ob wir dies ueberleben werden.

so... und jetzt das wichtigste an diesem bericht:
BITTE SPART EUCH ALL DIE DUMMEN KOMMENTARE BETREFFEND DEM WETTER!!!:-)
in diesem sinne... machets guaet und hebet sorg!

liebe gruesse

urs und rene

Dienstag, 8. Januar 2008

日本で大きい (Big in Japan)

Hallo liebe Daheimgebliebenen. Hoffe ihr seid gut gerutscht, habt die Nachwehen aus der Silvesternacht auskuriert und habt die Arbeit wieder aufgenommen. Zumindest die ersten 2 Punkte sind bei uns der Fall und wie ihr dem Titel entnehmen koennt sind wir sicher und heil in Asien angekommen.


Silvester haben wir gut ueber die Buehne gebracht. Weil in Hawaii an Silvester in den Clubs sehr viel Eintritt verlangt wird haben wir uns fuer eine Bartour durch Waikiki entschieden was sicherlich eine gute Entscheidung war. Einerseits ist es abwechslungsreich und andererseits schadet etwas frische Luft bei etwas hoeherem Alkoholkonsum auch nicht. Um Mitternacht gingen wir zum Waikiki Beach von wo aus wir mit tausenden von Leuten das Feuerwerk ueber dem Meer anschauten. Es waren durch das Feuerwerk sogar noch einige hartgesottene Surfer mit ihren Brettern im Wasser zu erkennen. Um 4 Uhr morgens schlossen dann fast alle Bars und wir machten uns langsam auf den Heimweg. Ja jetzt fragt ihr euch wieso wir uns auf den Heimweg machten wenn nur "fast" alle Bars schlossen. Die einzige Bar die noch offen war, war eine Schwulenbar und mit dieser hatten wir 2 Tage zuvor schon Bekanntschaft gemacht und beim Billiard spielen so manchen giirigen Blick auf unsere Hintern gezogen.

(Nein der Typ im Hintergrund gehoert nicht zu uns)

Nachdem wir den Neujahrstag etwas ruhiger angegangen sind, stand am 2. Januar dann nochmals etwas historisches auf dem Programm. Nachdem wir den Diamond Head, viele Straende und die Northshore bereits gesehen hatten fehlte uns nur noch Pearl Harbor. Dies ist ein Ort welcher im 2. Weltkrieg eine grosse Rolle gespielt hat. Die Japaner griffen die amerikanische Schiffsflotte welche in Pearl Harbor ankerte mit 350 Flugzeugen an. An diesem Tag hatte die USA einen Verslust von 1177 Soldaten zu verbuchen. Der Besuch an dieser historischen Staette war mit diesem Hintergrundwissen irgendwie schon sehr eindruecklich...
Ja und am 3. Jaenner ging es dann auch schon frueh morgens wieder weiter. Irgendwie nennen wir in letzter Zeit die Flughaefen schon fast unser Zuhause und so waren wir auch schon um 7 Uhr morgens am Flughafen von Hololulu wo uns die Boeing 777 um viertel nach 9 in einem achtstuendigen Flug nach Tokyo brachte. Wir waren zwar nur 8 Stunden geflogen, wegen der Zeitumstellung sind wir jedoch am 4. Januar um 12.30 Uhr in Tokyo gelandet. Asien empfing uns mit strahlend blauem Himmel welcher bis zum Schluss auch geblieben ist. Die Temperaturen befanden sich jedoch nur um etwa 10 Grad. Dies haelt die Japanerinnen jedoch nicht davon ab kurzen Roecke zu tragen, wir jedoch suchten in unseren Rucksaecken nach den waermsten Kleidungsstuecken die wir finden konnten!!

Von Narita (Flughafen) ging es zuerst mit dem Zug Richtung Tokyo und da hat man schon gesehen wie entwickelt und modern dieses Land ist. Im Zug hat es eine elektronische Landkarte auf welcher man sieht wo man sich gerade befindet und an den Wagonenden laufen jeweils die Weltnachrichten, Wetterhervorsagen sowie Noten-und Boersenkurse auf einer Leuchttafel vorbei (muesst also die aktuellen Kurse nicht durchgeben, habe sie bereits studiert). Die Fahrt war in etwa wie in der Schweiz. An den Bahnlinien stehen Haeuser, manchmal faehrt man an Feldern vorbei und ganz selten sogar durch kurze Waldabschnitte so wie beim Vitaparcours zwischen Rueti und Jona... Langsam ging es dann aber doch auf die Stadt zu und die Haeuserdichte an den Bahngleisen nahm rasant zu bis schlussendlich weit und breit nur noch Gebaeude und Leuchtreklamen zu sehen waren.
Nun waren wir da, in der bisher zweitgroessten Stadt unserer Reise nach Mexiko City. Und wir waren wirklich positiv ueberrascht. Die Stadt hier ist verhaeltnismaessig wirklich sehr ruhig und auch sauber. Die Leute sind die freundlichsten welche wir bis jetzt auf unserer Reise angetroffen haben. Nach einer langen Suche nach einem halbwegs guenstigen Hotel haben wir dann auch endlich eines gefunden. Das war nicht sehr einfach denn die Leute sprechen entgegen unseren Erwartungen kaum Englisch und die Schriftzeichen bereiten uns auch immer noch etwas Muehe beim lesen :-) Nachdem der Receptionist uns die schweren Rucksaecke zum Zimmer getragen hat (der kleine Japaner ist schier zusammengebrochen unter der Last) und uns feinsaeuberlich instruiert hat wie man die Tuer oeffnet (ist ja auch schwierig, Schluessel drehen, Tuer ziehen)kamen wir ins Zimmer. Ich denke es war fast das Nummer 1 Zimmer unserer Reise und man koennte fast einen einzelnen Eintrag darueber schreiben. Die 90 Franken pro Nacht lohnen sich alleweil... Nebst japanischem Tischgedeck mit heissem Wasser fanden wir unter anderem eine Taschenlampe an der Wand (falls dann wirklich mal der Strom ausfaellt in der Nacht), Lichtregulatorskonsole beim Bett (um die romantische Stimmung auch mit dem Licht zu untermauern) und das absolute nonplusultra des Zimmers waren natuerlich die Kimonos welche feinsaeuberlich auf unseren Betten bereit lagen.

Am ersten Tag besuchten wir als erstes den Sensoji Tempel, der aelteste Tempel Tokyos. Es war ein hoellischer Menschenauflauf an diesem Samstag Morgen und so konnten wir das ganze Ritual welches sich dort abspielt genaustens beobachten. Zuerst atmen die Leute Rauch ein welcher beim verbrennen von Tannenchries vor dem Tempel entsteht. Danach trinkt man Wasser (enorm chlorig) von einem Brunnen und zum Schluss geht man in den Tempel und wirft dort ein paar Muenzen. Echt spassig das mal gesehen zu haben. Vor dem Tempel herrscht ein bisschen die Stimmung wie am Innsbrucker Christkindlmarkt einfach mit dem Unterschied dass es keine Christstollen sondern Tintenfisch und andere komische Leckerbissen, welche wir uns natuerlich nicht entgehen liessen, gibt. Nachher ging es wie immer mit dem Zug (die Menschenmenge zur Rush Hour ist abartig) weiter nach Akihabara der sogenannten Electrical Town. Dort haben alle grossen Elektronikfirmen ihre Geschaefte und es gibt alle Weltneuheiten zu sehen. Nach einer kleinen japanischen Zwischenverpflegung ging es noch zum Imperial Palace weiter wo noch eine bekannte Bruecke zu bestaunen war. Wenn wir schon mal in Japan sind mussten wir natuerlich auch diese vielfalt von Essen kennenlernen und gingen am Abend wieder in ein typisch japanisches Restaurant. Die Wahl wurde immer aufgrund von Bildern auf der Karte getroffen, wobei die Qualitaet der Fotos nicht immer die Beste war. So musste sich Rene am zweiten Abend anstatt mit einem rechten Menu mit einem kleinen Teller voll gruenem Blattsalat ueberzogen mit Sojasauce begnuegen. Ich wiederum bekam wie immer etwas nicht identifizierbares...
Der zweite Tag fing schon ordentlich gut an. Ich verliess das Hotel etwas frueher um noch schnell vom Internet einige Reiseinformationen zu holen und wir vereinbarten eine Zeit um uns dort zu treffen. Leider war Rene zur abgemachten Zeit nicht dort und so begann die Suche in dieser kleinen Stadt welche lediglich 12.5 Millionen Einwohner hat. Empfang hatte mein Natel leider nicht... Die einzige Loesung war Rene sonst anzurufen was vom Internet dann auch klappte. Naja er hat sich leider verlaufen was ich ihm bei dieser riesigen Stadt auch wirklich nicht uebel nahm. So ging es etwas spaeter als geplant zum Tokyo Tower. Dieser ist 333 Meter hoch und hat die Form des Eiffelturms.
Die Aussicht war wirklich fantastisch, man konnte in der Ferne sogar den verschneiten Mountain Fuji sehen. Den hoechsten Berg Japans. Es war schon Mittag geworden und so begaben wir uns zum Hafen wo das Sushiviertel ist. Fuer uns Sushineulinge war es etwas schwierig die Wahl zu treffen, schlussendlich waren aber beide mit dem Essen zufrieden und es hat auch recht gut geschmeckt. Zum Schluss besuchten wir noch den Yoyogi Park und das Conventional Mainbuilding von wo aus wir den Sonnenuntergang ueber der Stadt geniessen konnten.
(Mt. Fuji beim Eindunkeln)
Der letzte Abend verlief dann etwas anders als geplant. Eigentlich wollten wir nur noch kurz was essen gehen weil wir am naechsten Tag bereits um 5 Uhr aufstehen mussten um den Flieger zu erwischen. Als wir auf dem Weg zum Zentrum die Tafel "German Food" sahen nahm es uns wunder was es da genau zu essen gibt. Also betrachteten wir draussen die Tafel und als wir das Rehschnitzel sahen waren wir auch bereits schon drin... Hartmut Keitel der Besitzer ist 4-facher Kochweltmeister und sein Sohn kochte Renes Hackbraten und mein Rehschnitzel mit Spaetzli wirklich hervorragend. Ja der Hartmut aus Heidelberg hatte wirklich freude wieder einmal Schweizer bei sich zu haben und servierte nach dem Hauptgang gleich noch etwas Schwarzwaeldertorte und Christstollen aufs Haus. Damit nicht genug. Nein er offerierte uns auch noch eine Flasche Sake, japanischer Schnaps. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Nach 2 weiteren Flaschen Sake, je 3 Bier und noch ein Glaesli selbst gebrannten Kaffeschnaps alles offeriert, war es schon ziemlich lustig geworden nicht nur wegen dem Alkohol, auch die Geschichten von Hartmut waren nicht ohne. Schweren Herzens verliessen wir das Restaurant an diesem Abend, am morgen darauf waren wir jedoch froh zu einer halbwegs vernuenftigen Zeit gegangen zu sein :-)

Und so fuhren wir bei Sonnenaufgang im Land der aufgehenden Sonne zum Flughafen. Dass die Sonne in Japan auch untergeht hat uns am Anfang schon ein bisschen irritiert aber die Verwirrung ist inzwischen vergangen. Das Fazit der doch sehr kurzen Zeit in Tokyo ist wirklich von A bis Z positiv!!
Nach einem weiteren reibungslosen Flug sind wir gestern in Hong Kong gelandet. Davon wird euch jedoch Rene das naechste Mal schreiben.

Laut Radio Zuerichsee welches wir gerade online hoeren ist es in Rappi gerade 1 Grad kalt. Laeck das bruecht ich jetzt echt noed.... Jenu, wuenschen euch trotzdem einen gmoegigen Tag. Die gmerkigen unter euch haben es bereits gemerkt. Die neusten Fotos sind wieder hochgeladen, so koennt ihr euch vielleicht so noch etwas Waerme in die Schweiz holen.

Liebe Gruesse von den Langnasen aus dem fernen Asien...

Rene und Urs

Montag, 31. Dezember 2007

HAPPY NEW YEAR!!!!



Aloha freunde, familie und sonstige geschoepfe!
mehr oder weniger puenktlich vor dem jahreswechsel melden wir uns natuerlich noch einmal bei euch... diesmal direkt aus hawaii!
unsere weihnachtstage verbrachten wir ja bekanntlich in los angeles. da wir die schweizer tradition nicht mit der amerikanischen austauschen wollten, "feierten" wir wie gehabt am abend vom 24. wir rauschten am nachmittag mit unserem gemieteten dodge nach laguna beach. nachdem wir ein bisschen herumgelungert sind, landeten wir in einem super italienischen restaurant, welches wir schon vor ca. 4 monaten kennengelernt haben. nun ja, wir koennen nur soviel sagen, dass wir bis anhin an weihnachten wahrscheinlich noch nie so vollgestopft waren wir hier.... aber man goennt sich ja sonst nichts!:-) am weihnachtstag gingen wir dann noch einmal an den hollywood-boulvard und downtown. urs entschied sich dann noch spontan, ein basketballspiel zu besuchen waehrend ich etwas im zentrum herumirrte. es war irgendwie eine unheimliche stimmung... an einem ort wo sonst weiss nicht wie viel tausende leute herumlaufen, war am 25. dezember beinahe eine toten stille. aussert einigen asiaten und pennern waren wirklich praktisch keine leute auf der strasse.


(Vorspeise Wiehnachtsessen)
am 26. dezember hiess es dann wieder abschied nehmen von LA. frueh am morgen machten wir uns dann auf richtung flughafen. eigentlich verlief alles reibungslos, bis wir zur personenkontrolle kamen. man muss sich vorstellen, dass in LA alle personen die mit united airlines fliegen durch dieselbe personenkontrolle muessen. und da an diesem morgen mehrere flugzeuge dieser airline mehr oder weniger gleichzeitig abflogen, waren dementsprechend auch einige hundert, wenn nicht tausend, leute an dieser personenkontrolle. die menge der leute stellte eigentlich kein problem dar, da alles relativ speditiv vonstatten ging. nur, als wir dran waren hiess es ploetzlich: " mr. rueegg und mr. hornung bitte zur drogenkontrolle!" ihr koennt euch ja vorstellen, dass wir uns nur verdutzt anschauten, da von all den leuten nur gerade wir zwei zu diesem test gerufen wurden. wir wurden dann von zwei freundlichen polizisten in empfang genommen, welche unsere handgepaecke gruendlich durchsuchten und jenes abstriche machten und diese in solche komische drogenerkennungsmaschinen steckten. nach ca. 15 minuten war dann die ganze prozedur auch wieder zu ende und auch wir durften zu unserem gate. um unsere muetter an dieser stelle zu beruhigen... natuerlich haben sie nichts verbotenes gefunden!
so waren wir die naechsten sechs stunden in der luft richtung hawaii. in honolulu angekommen gingen wir direkt weiter in unser hotel (welches wir ja bereits im vorherein gebucht hatten), welches ganz in der naehe des beruehmten waikiki-beach liegt. schon in den ersten stunden merkte man, dass hawaii zu dieser jahreszeit tatsaechlich ziemlich ueberfuellt ist mit touristen.... und von diesen touristen sind schaetzungsweise mehr als die haelfte japaner oder sonstige asiaten. fuer uns natuerlich nicht so schlecht, da wir uns so bereits ein wenig an die naechste destination gewoehnen koennen.
am ersten tag in hawaii wollten wir natuerlich den ach so beruehmten waikiki-beach besuchen. naja, der strand ist an den meisten stellen ca. 10 meter breit und es herrschten regelrechte ellbogenkaempfe um die liegeplaetze. und da die verbleibenden liegeplaetze fast zwingendermassen neben einem oder einer typischen "mcdonalds-amerikaner/in" waren (da es auch von denen sehr viele hat hier und so die chance, dass man einen solchen als strandnachbar erhaelt ca. bei 90% liegt), entschieden wir uns dann schnell das mit dem schwimmen oder surfen heute mal schoen bleiben zu lassen. so erkundigten wir fuer den rest des tages etwas die umgebung.
tags darauf machten wir eine rundfahrt rund um die insel oahu. unser buschauffeur, welcher sich als "cousin james" vorstellte, fuehrte uns mit seiner sehr lustigen art an verschiedene sehenswerte orte. neben vielen straenden, an welchen teilweise ziemlich grosse wellen hatte, brachte er uns an aussichtspunkte, an welchen es uns aufgrund des heftigen windes wirklich beinahe wegblies. unter anderem konnten wir auch zwei riesen schildekroeten sehen, welche an strand kamen um nahrung zu suchen. bei einem zwischenstopp bei einem kleinen einkaufszentrum wurden wir lockerflockig von zwei aelteren damen (schaetzungsweise 85-90 jaehrig) empfangen. und wies es in hawaii so ueblich ist, waren auch diese zwei bemueht, uns zur begruessung das "hangloose-zeichen" entgegenzustrecken, umrahmt mit eine melodioesen "aloha" (hangloose-zeichen: man mache die faust, strecke den daumen und der kleine finger aus und zeigt so den handruecken seinem gegenueber)... tja, wir konnten uns das laut lachen nicht verkneifen.





(cousin james und ich mit hangloose-geste)
gestern war dann mal wieder ein shopping-tag angesagt (an unsere eltern: es sollte dann in den naechsten tage ein "paeckchen" von uns ankommen:-).
da wir von unserem hotel ein coupon-buechlein erhielten, mit welchem man in verschiedenen restaurants verguenstigungen erhaelt, liessen wir es uns natuerlich nicht nehmen, zum abendessen eines der besseren zu besuchen. das restaurant colony, welches ueberigens in einem hyatt-hotel ist, offerierte zwei hauptspeisen fuer eine... also eine hauptspeise gratis. wir bestellten natuerlich froehlich unsere essenswuensche und beantwortete der freundlichen serviertochter auch gerne die frage, welche beilage wir denn moechten. das abendessen war wirklich gut und wir hatten auch mehr als genug. aber dann... ja dann kam die rechnung: 87 US dollar (kleine erinnerungsstuetze... eine hauptmahlzeit war gratis)... und dies ohne wein oder sonstigen schniggschnagg! als wir die rechnung dann mal etwas ganauer unter die lupe nahmen, konnten wir uns dann den preis auch langsam erklaeren. die beilage zum beispiel, eine nicht allzu grosse kartoffel mit einem fingerhut sauercreme, war nicht wirklich ein bestandteil der hauptspeise und wurde noch separat verrechnet... zu je 8 dollar. dass heisst, die hauptspeise bestand ausschiesslich aus einem stueckchen fleisch. so zahlten wir die rechnung natuerlich und legten unserer serviertochter feinsaeuberlich 100 dollar bereit. die dame holte dann das geld auch ab und fragte dann nur noch, und dies nicht mehr ganz so freundlich, ob das alles sei! auf eine solche frage hatten wir natuerlich auch eine antwort parat... "neinnein... das ist nicht alles fuer sie, geben sie uns doch noch 5 dollar zurueck!" sichtlich angekackt verschwand sie wieder und kam mit den 5 dollar zurueck und fragte noch einmal: "wollen sie das wechselgeld wirklich??" wir erwiderten dann nur mit perfektem schweizerdeutsch: "neinei... isch scho i ornig!"




ja und heute wollten wir an einen strand, welcher fuer die unterwasser vielfalt und grossartige korallenriffe bekannt ist, um dort zu schnorcheln. so mieteten wir uns zwei roller (mietautos sind ueberigens auf der ganzen insel ausgebucht) und dampfte an diesen strand. noch nie zuvor mussten wir jemals in einer schlange anstehen, um an einen strand zu gelangen... heute warteten wir ueber 30 minuten. als wir dann fast soweit waren, sahen wir, dass sich die leute ein weiteres mal stauten. wir fragten uns natuerlich auf was die warten und warum die nicht einfach runter ans meer gehen!? wir ueberholten die wartende menge froehlich, wurden jedoch dann von einem volunteer zurueckgepfiffen. es sei nicht erlaubt, an diesen strand zu gehen, ohne dass man sich vorher einen film angeschaut hat. einmal mehr schauten wir uns nur verdutzt an. aber schlussendlich blieb uns nichts anderes uebrig, als diesen film zu schauen. im movie erzaehlten sie dann ausfuehrlich ueber die entstehung der bucht und welche tiere man hier sehen kann. ausser dem schlussstatement dass man die riffe nicht beruehren und die fische nicht fuettern soll, fiel uns nichts auf, was man gesehen haben muesste bevor man schnorcheln geht. nichts desto trotz durften wir dann doch noch ins meer. nachdem wir unser liegeplatz gefunden hatten, stuerzten wir uns auch gleich mit unserer schnorchelausruestung ins wasser. das riff hielt auch was man uns versprach. jenes viele fische in allen farben und formen... nur musste man immer schauen, dass man nicht mit einem anderen schnorchler zusammenstoesst. aber das warten hat sich schlussendlich doch noch gelohnt!
in den naechsten tagen werden wir, wenns die zeit erlaubt, noch einen ausflug zu pearl harbor machen, bevor wir dann am 3. januar weiter nach tokio fliegen.

also ihr lieben... wir wuenschen euch einen gaaaaanz guten rutsch ins 2008 und fuer das neue jahr nur das allerbeste und hoffen, dass all eure wuensche in erfuellung gehen!

wir werden dieses jahr ueberigens genau 11 stunden nach euch in das neue jahr gehen!
liebe gruesse
cousin urs und cousin rene

Sonntag, 23. Dezember 2007

Feliz Navidad, Merry Christmas und Frohe Weihnachten

ja bald ist es so weit bei euch schon 9 Stunden frueher als bei uns, da wir seit Freitag wieder im Land der unbegrenzten Moeglichkeiten anzutreffen sind. Naja was heisst hier Land der unbegrenzten Moeglichkeiten. Denn Internetcafes gibt es hier fast keine und die wenigen die es gibt sind schweineteuer. Deshalb ist es auch ein bisschen muehsam hier einen Blog zu schreiben. Aber hier im Hotel hat es einen Computer welchen ich jetzt dafuer in Anspruch nehme, ich hoffe die 5 Personen in meinem Ruecken nehmen mir die etwas laengere Wartezeit nicht uebel :-)

Nach dem letzten Bericht aus Puerto Viejo wo wir nur einen Tag verbrachten ging es nach Bocas del Toro. Zuerst 2 Stunden mit dem Bus bis zur Grenze Costa Rica - Panama. Diese besteht aus einer alten Eisen- und Holzbruecke welche wirklich nicht sehr stabil aussieht, jedoch immer noch dazu dient um mit Lastwagen drueber zu fahren. Auf der einen Seite der Bruecke holt man sich den Ausreisestempel und geht dann zum anderen Ende um dort den Einreisestempel in den Pass machen zu lassen. Eine Gepaeckkontrolle gibt es hier nicht, wer etwas schmuggeln will kann das hier gerne tun.

Von der Grenze aus ging es nochmals kurz mit dem Bus weiter, vorbei an den Chiquita Bananenplantagen welche wirklich riesig gross sind. Der Rest der Reise wurde dann noch mit dem Boot zurueckgelegt. Eine wirklich tolle Bootsfahrt wie wir bei der Rueckreise feststellen durften. Bei der Anreise hat es leider die ganze Zeit geregnet.

Auf der Hauptinsel Colon empfingen wir einen Tag nach unserer Ankunft weitere Freunde aus der Schweiz. Petra und Yves verbringen ihre Ferien in Costa Rica und machten auch einen Abstecher nach Panama. Mit ihnen gingen wir auf die Nachbarinsel Blastimentos welche noch total untouristisch ist. Wir verbrachten die Tage am Strand oder mit Spaziergaengen ueber die Insel um die bekannten roten Froesche zu suchen, welche wir dann schlussendlich auch fanden.




Am Abend warteten wir noch bis Mitternacht wo ich zu meiner grossen Ueberraschung noch Geburtstagsgeschenke bekam. Seit dem 13. Dezember bin ich stolzer Besitzer der neuen Zueri West Single und des neuen Manu Chao Albums (dazu bekam ich natuerlich noch einen portablen CD-Player). Ein Hardrock Cafe T-Shirt aus Barcelona zaehle ich nun auch mein eigen und als kulinarischer Leckerbissen bekam ich noch etwas Buendnerfleisch, welches jedoch schon laengst weg ist.


An meinem Geburtstag (besten Dank an dieser Stelle fuer die vielen Glueckwuensche) ging es dann wieder auf dem gleichen Weg von Panama zurueck nach Costa Rica. In San Jose mieteten Petra und Yves ein Auto mit dem wir auch nach Montezuma weiterfahren durften. Die Reise an diesem Tag dauerte 18 Stunden und als wir in Montezuma ankamen war mein Geburtstag bereits wieder vorbei.

Die Zeit an der Pazifikkueste Costa Ricas verbrachten wir am Strand. Einen Tag auch wieder mit Surfen was uns wirklich jedes Mal Spass bereitet. Nach vier Tagen brachten Petra und Yves uns zurueck zur Faehre und der Abschied stand bevor. Wir reisten zurueck nach San Jose wo wir noch die letzte Nacht in Mittelamerika verbrachten. Diese Gelegenheit nutzten wir um im Restaurant Zermatt nochmals so richtig die Baeuche vollzuschlagen. Ein Chaesfondue war fuer mich genau die richtige Wahl an diesem Abend. Und Rene schwaermt noch heute von den Lachsbroetli welche er als Vorspeise zu seinem ebenfalls sensationellen Stroganof verzehrte.



Am letzten Donnerstag flogen wir dann von San Jose ueber Atlanta nach Los Angeles wo wir am Morgen um halb eins Ortszeit mit 90 Minuten Verspaetung ankamen. Der Anflug ueber die riesige Stadt war sensationell. Da fliegt man gut 10 Minuten ueber die Stadt und sieht unten das endlose Lichtermeer. Fuer die, die es noch nie gesehen haben unvorstellbar und fuer die anderen jedes Mal ein einzigartiges Erlebnis. Nun residieren wir am gleichen Ort wie schon im September und geniessen die Naechte wieder in den riesigen Kingsize-Betten. Gleich am ersten Tag haben wir uns wieder ein Auto gemietet. Diesmal ein Dodge. Mit diesem haben wir am Freitag die Stadt unsicher gemacht und gestern sind wir noch in den Six Flags Magic Mountain Vergnuegungspark gegangen. Ein wirklich riesiger Vergnuegungspark mit unzaehligen Achterbahnen die unseren Maegen einiges abverlangten. Auch einige Wohnquartiere haben wir mit unserem Auto durchfahren um die typischen amerikanischen Weihnachtsbeleuchtungen an den Haeusern zu bestaunen welche unglaublich kitschig und gross sind. Manche haben sogar den Rasen mit weissem Fleece ueberzogen damit es nach Schnee aussieht :-)

Nun besichtigen wir hier noch etwas die Stadt und werden morgen Weihnachten wahrscheinlich in Laguna Beach verbringen. Das Wetter hier ist wie im Herbst in der Schweiz. Ca. 15 bis 20 Grad und es weht eine stiefe Briese um die Ohren. Der Himmel ist jedoch strahlend blau und die Laubbaeume verlieren so langsam ihre gelben Blaetter.
Nun bleibt mir nichts anderes mehr uebrig im Namen von uns beiden allen frohe und erholsame Weihnachtstage zu wuenschen. Geniesst die freien Tage wie wir unsere Reise geniessen...!!!

Gruesse aus dem Westen und Marry X-Mas

Rene und Urs

Sonntag, 9. Dezember 2007

Pura Vida!

Bueno dias!

da schau an... jetzt koennt ihr die vor euch liegenden schmudelblaetter auf dem arbeitstisch wieder getrost bei seite schieben. dieses mal haben wir fuer unseren bericht im sueden costa ricas, genauer in puerto viejo, zeit gefunden. da momentan beide von uns erbaermliche ruecken und arschschmerzen haben, sind wir auch nicht zu viel mehr faehig. aber dazu spaeter mehr.

wie wir im letzten bericht geschrieben haben, stand am naechsten tag die erklimmung des vulkanes arenal an. doch bevor wir den "riesenkrampf" in angriff nahmen, war unser hostelvater so freundlich, uns mit seinem privatauto schon vor der wanderung an die heissen quellen zu fahren. dort angekommen machten wir uns sofort auf, die verschiedenen bassins zu erkundigen. wir genossen es, einfach mal einige stunden gar nichts zu tun und uns von dem heissen, manchmal sogar zu heissen wasser, immer mehr aufweichen zu lassen.



nach drei stunden wurden wir dann von unserem guide fuer die vulkantour abgeholt und an den vulkan arenal gefahren. uns wurde vor dieser tour gesagt, dass diese tour relativ anstregend sei und wir gutes schuhwerk mitnehmen sollen. also liessen wir fuer einmal unsere allwetterkampfflipflops zu hause. tja, die "wanderung" dauerte dann jedoch genau ca. eine stunde und ins schnaufen kamen wir also nun wirklich nicht. ein guter beweis fuer uns, dass mir immer noch relativ fit in der gegend rumlaufen!:-) doch der eigentlich hoehepunkt dieser tour, die herumfliegende lava bei nacht, blieb uns leider verwehrt, da der ganze vulkan leider vom nebel verhuellt war.

am naechste tag verliessen wir la fortuna und unsere reise ging weiter. jedoch musste unser hostelpapa fast die eine oder andere traene verdruecken, als wir ihn nach vier tagen bereits wieder verliessen. er gab uns dann einen stapel seiner visitenkarten mit, mit der bitte, diese doch bei unserem naechsten aufenthalt aufzulegen (dies ist hier mehr oder weniger ueblich). natuerlich nahmen wir die karten entgegen. spaeter bemerkten wir, dass neben einigen scheusslichen schreibfehlern, noch eine kleine nebensaechlichkeit fehlt. nirgends auf der karte fand man, wo das hotel ist... weder ortschaft noch adresse! leider waren wir bereits im bus und wir konnten das dem lieben aber bemitleidenswerten edwin nicht mehr mitteilen.

unser naechstes ziel war santa elena. um an diesen ort zu kommen, buchten wir bei edwin eine sogenannte "jeep-boat-jeep-tour" welche wir selbstverstaendlich zu einem aktionspreis erwerben konnten. so reisten wir einige stunden auf strassen und wasser santa elena entgegen, welches der ausgangspunkt fuer den besuch des nationalparkes von monteverde ist. in santa elena angekommen, bereute ich das erste mal, dass ich fuer mein geklautes jaeckchen noch keinen ersatz besorgt habe. es war brutal windig und schweinekalt (sicher nur etwa 15 C, was natuerlich fuer unsere verwoehnten koerper einen riesen temparaturschock war!) zum glueck habe ich so einen herzenguten mitreisenden, welcher mir voellig selbstlos und mit einer ruehrenden selbstverstaendlichkeit seine windjacke zu verfuegung stellte und mich so vor dem kaeltetod rettete. mit dieser windjacke gingen wir am naechsten tag den erwaehten nationalpark zu erkundigen. da wir schon das eine oder andere mal etwas pech mit unseren guides hatten entschlossen wir uns, dieses mal die expedition auf eigenen faust durch zu fuehren. so irrten wir zwei kleinen schweizer durch den riiiiesigen regenwald costa ricas. nach einigen fehlentscheidungen betreffend der wegeswahl, fanden wir dann schlussendlich doch wieder auf den vorgesehen pfad zurueck. die groesse und die dichte eines solchen waldes ist schon beeindruckend. auch die fuer uns teilweise voellig unbekannten laute der verschiedenen tiere liess uns einige male aufhorchen. urs kann ueberigens mittlerweile bereits mit den bruellaffen kommunizieren... kein witz! waehrend er in diesem wald herumbruellte, war ich mit dem verklopfen von moskitos, dem wegwischen der roten killerameisen und dem entfernen von nicht kleinen spinnennetzern beschaeftigt.

da wir eigentlich wirklich nicht gewillt waren, uns weiter den arsch abzufrieren entschieden wir uns, santa elena bereits wieder zu verlassen und zwar richtung san jose, der hauptstadt costa ricas. von den hauptstaedten haben wir ja bekannterweise sehr verschiedene erfahrungen gemacht. so waren wir in san jose angekommen positiv ueberrascht ueber das leben in dieser stadt. obwohl wir ehrlichweise sagen muessen, dass wir in den zwei tagen in san jose nicht allzu viel von der stadt gesehen haben, das uns eigentlich die fussgaengerzone mit den unzaehligen laeden und restaurants voellig genuegte. es war einfach nur super interessant, in einem der strassencafes zu sitzen und den vielen komischen leuten und strassenkuenstler zuzuschauen. am zweiten tag entschied sich urs fuer eine weitere vulkantour, waehrend ich noch einmal in der fussgaengerzone herumirrte und den einen oder anderen einkauf machte.

nach san jose hiess unser naechstes ziel tortuguera. das kleine doerfchen auf einer landzunge ist bekannt als nistungs- und bruetungsparadies von schildekroeten. uns war jedoch in vornherein bewusst, dass die saison der schildkroete nur bis ende oktober dauert. nichts desto trotz liessen wir uns einen besuch des oertchens nicht nehmen. schon auf dem weg nach tortuguera lernten wir die zwei baslerinnen meret und saveria kennen, mit welchen wir ab hier einige zeit zusammenreisten. da tortuguera nur mit dem boot erreichbar ist, konnten wir bereits bei der anfahrt eine wunderbare bootsfahrt geniessen, obwohl nussschale eine treffendere benennung fuer das gefaehrt gewesen waere. dank den aufmerksamen augen von ruben, unserem privaten kapitaen, durften wir bereits die ersten krokodile sehen. wir waren jedoch zu diesem zeitpunkt froh, dass es diese nicht gross interessierte, dass wir nun halt ca. einen halben meter neben ihnen anhielten. am abend ging es dann das erstmal in ausgang das eine oder andere bierchen trinken. tags darauf verbrachten wir die zeit mit etwas herumschlendern und mit sandburgen bauen, strandgolf und kokosnuessen knacken. und am abend... wieder ausgang!

(Um den Nationalpark von Tortugero zu Fuss zu erkundigen, musste man diese eleganten Gummistiefel mieten)

die naechste tour die wir machten, war einfach nur atemberaubend. und zwar war dies eine kanutour durch die fluesse rund um tortuguera. astin, unser tourguide und auch eagleeye (adlerauge) genannt, empfing uns morgens um 6 und chauffierte uns dann gut drei stunden durch die gegend. schon nach den ersten minuten merkten wir, warum ihm der uebername eagleeye zusteht. er hielt unser kanu vor den riesigen baeumen an und zeigte mit dem finger ins dichte gebuesch. erst nach langer zeit konnte eines von unseren acht augen das faultier welches gemuetlich auf dem baum hing erkennen. weiter konnten wir krokodile, spinnenaffen, bruellaffen, weisskopfaffen, jesus-christ-lizzards, schildkroeten und diverse spezielle voegel sehen, und dies jeweils nur wenige meter entfernt. und am abend... ausgang!



unsere zeit auf tortuguera ging so auch langsam zu ende und wir machten uns mit dem boot auf nach cahuita. die dreistuendige bootsfahrt schaffte es auch wieder, dass wir beinahe den krampf im kiefer bekamen. wie ihr ja vielleich aus diesem bericht schon gemerkt habt... die flora und die fauna hier in costa rica ist einfach brilliant!!!

in cauhita angekommen erforschten wir als erstes das kleine aber feine flaeckchen erde. es viel uns sofort auf, dass wir nun in einem typischen karibischen doerfchen angelangt sind. ueberall hoerte man den reaggaesound aus den haeusern donnern, sah die schwarzen rastafaris ihre hueften zum ryhtums bewegen und roch den duft (oder gestank) des einen oder anderen joints. als wir uns einen grobueberblick erschafft haben wurde es doch auch schon langsam dunkel. und... sobald es dunkel wurde, laeuteten bei den zwei maedels jeweils gleich die glocken... ausgang! und an diesem abend mussten wir natuerlich auch noch in den geburtstag von saveria hineinfeiern, was halt dann auch etwas laenger dauerte.

am naechsten morgen stand ein reitausflug auf dem programm. als wir auf dem hof ankamen, begruesste uns unser komische guide und stellte uns unsere pferde vor. urs hatte das vergnuegen mit jayo und ich mit santana.



bei den erklaerungen zum reitverhalten, informierte uns der guide auch noch ueber die einzelheiten der verschiedenen pferde. meines neige oefters dazu mal deftig auszuschlagen und moege es nicht verkraften, wenn ihr ein anderes pferd ueberholt. ich muesse aufpassen, dass santana dem pferd von meret nicht in die naehe komme, da sich diese ueberhaupt nicht moegen und einander treten wuerden. beim pferd von urs kaeme es oft vor, dass er andere pferde einfach abdraenge, wenn ihm eines zu nahe kommt. wenn man sich vorstellt, dass ein solches pferd doch noch einige kilos auf die wage bringt, kann es doch noch schmerzhaft werden, wenn sein bein zwischen zwei pferden eingeklemmt wird.

mit diesen infos und den mehr oder weniger kleinlichen informationen was in diesen situationen zu tun sei, gingen unsere ersten richtigen reitstunden los. zuerst ging es ziemlich gemuetlich an einem straesschen entlang und wir konnten uns so nicht schlecht an das "steuern" eines gaules gewoehnen. doch dann verliessen wir das straesschen und wechselten zum strand. sofort merkte ich auch die erste eigenschaft von santana... als oli, ein englaender der auch dabei war, mit einem hoellentempo mein pferd als leader abloeste, spurtete dieses auch los. tja, saveria, eine geuebte reiterin, konnte sich glaubs das lachen nicht ganz verkneifen als santana mit mir davondonnerte und ich einfach versucht habe, mich auf dem bloeden gaul zu halten. irgendwann beruhigte sich das ganze dann jedoch wieder und ich war immerhin jetzt vorbereitet, was passiert wenn sich ein anderes pferd von hinten naehert. mit der zeit mussten wir sogar feststellen, dass es eigenlich im galopp viel angenehmer ist zu reiten als im trab, da es einige schlaege weniger auf den hintern gibt... und so kamen wir mit der zeit in einen kleinen geschwindigkeitsrausch und fanden es super wenn die gaeule wieder abgingen! urs hingegen konnte sich nicht immer ganz auf sein pferd verlassen. meistens machte es zwar immer etwa das, was die vorderen machten. bis auf das eine mal als es einen sprung nahm und aus dem heiteren himmel zu gallopieren anfing (es versteht sich von selbst, dass sich das santana natuerlich nicht gefallen liess). schlussendlich waren wir froh, dass keines unserer pferde ausschlug und meret und ich konnten uns auch mehr oder weniger in entfernung halten. und jetzt... sind wir gopferdeckel (sorry grosi!) etwas am leiden, da uns diese drei stunden doch betraechtlich zugesetzt haben und uns beiden der ruecken und der hintern ziemlich schmerzt.... aber, es war eine coole erfahrung! der nachmittag verbrachten wir wieder mehr oder weniger inaktiv am strand, bevor wir wieder einmal in den ausgang durften (saveria hatte ja immer noch geburi). urs und ich machten jedoch die zwei letzten abenden doch einiges frueher feierabend.

ja und heute morgen hiess es dann abschied nehmen von den zwei schweizer modis und wir gingen weiter nach puerto viejo. wie ihr vielleicht bemerkt habt, haben uns die zwei ziemlich gefordert, aber es war echt eine coole zeit.

nun sind wir wie gesagt in puerto viejo und werden uns bereits morgen auf den weg nach panama aufmachen, da ein weiterer besuch aus der schweiz ansteht auf welchen wir uns riesig freuen.

ach ja... der flug zurueck nach los angeles ist nun gebucht und unsere mittelamerika zeit wird am 20. dezember definitiv zu ende sein. es ist scho verrueckt wie die zeit waehrend dem reisen vergeht.

wir bitten euch, allen freunden welche vom schmutzli nicht mehr zurueckgebracht wurden, diesen bericht auszudrucken und in den wald zu bringen (und das werden einige sein).

an alle frauen: falls ihr die weihnachtsgeschenke noch nicht besorgt habe... es ist hoechste zeit!!!
an alle maenner: ihr habt noch bis zum 24. dezember zeit!

hasta luego y pura vida!!!.

Urs und Rene

PS: Bilder folgen!!

Montag, 26. November 2007

Getrenntes Zimmer in Costa Rica

Halloechen miteinander....

ja die Spannung ist hoch, denn seit gut 3 Monaten sind René und ich nun gemeinsam unterwegs und ertragen uns Tag und Nacht. Aber nein, es ist nicht die Stimmung die angespannt ist, sondern die Spannung was sich hinter dem ersten Tuerchen im Advendskalender versteckt.... Seit anfangs November sind naemlich in Mittelamerika schon alle Haeuser und Geschaefte mit Weihnachtsdekoration geschmueckt (teilweise auch eher verunstaltet) und alle freuen sich anscheinend bereits jetzt riesig auf das Fest. Die erste Uebernachtung in Costa Rica verbrachten wir jedoch trotzdem in getrennten Zimmern, jedoch nicht weil wir es nicht mehr gemeinsam aushielten sondern weil ein Einzelzimmer mit Dusche 10 Dollar und ein Doppelzimmer mit Dusche 28 Dollar gekostet hat. Da wir das Rechnen noch nicht ganz verlernt haben, bemerkten wir dass es einfach etwas guenstiger ist 2 Einzelzimmer zu nehmen. Die Kalkulation dieses Hotels haben wir noch nicht ganz begriffen, werden uns aber vielleicht in einer ruhigen Minute nochmals Gedanken darueber machen :-)

So nun aber fertig gefachsimpelt und rein in die Erlebnisse...

Nach dem letzten Bericht haben wir noch 2 Ausfluege in Granada gemacht. Der erste Ausflug fuehrte uns auf den inaktiven Vulkan Mombacho. Naja, diese Tour oder besser gesagt den Guide haetten wir uns sparen koennen. Fuer die 1.5 Km lange Umwanderung des Kraters benoetigten wir mehr als 1.5 Stunden weil der Fuehrer alle 5 Meter einen kleinen Vortrag ueber die Pflanzen am Wegrand hielt. Was uns jedoch in Naturkunde in der Schule schon nie interessierte, konnte auch in freier Natur keine Euphorie in uns ausloesen. Wahrscheinlich fehlt uns da einfach der gewisse botanische Sinn dazu. Wir haben diese Tour deshalb nur weiblichen Reisenden ueber 45 Jahre weiterempfohlen...

Die zweite Tour war dann jedoch wieder super! In Pferdekutschen wurden wir zum Bootsanlegeplatz am Lago de Nicaragua, dem einzigen See der Welt mit Suesswasserhaien, gefahren. Vor Granada liegen naemlich 365 kleine Inseln im 8-groessten See der Welt und diese gingen wir besichtigen. Auf manchen Inseln haben etwas wohlhabendere Leute ein Haeuschen gebaut und andere sind unbewohnt. Auf einer dieser unbewohnten Inseln gibt es nur Affen und bei dieser haben wir angelegt. Besser gesagt wir mussten gar nicht erst anlegen, denn die Affen sind ueber die Baeume auf unser Boot gesprungen und haben die mitgebrachten Bananen verschlungen. Auf dem Rueckweg sahen wir dann wieder einmal einen der unzaehligen schoenen Sonnenuntergaenge, welche wir auf unserer Reise immer wieder gerne geniessen.













(René mit Lucie)

Nach Granada ging es von Rivas aus mit der Faehre nach Isla Ometepe. Diese Insel hat von oben die Form einer 8 und besteht aus 2 Vulkanen.













(Isla Ometepe mit den 2 Vulkanen)

Auf der Faehre haben wir das gemuetliche Bielerpaar Rebi und Saendu kennengelernt und dann auch die 2.5 Tage dort gemeinsam verbracht. Nachdem wir am ersten Tag wieder einmal etwas ausgespannt hatten, mieteten wir am 2 Tag gemeinsam einen 4x4 Suzuki. Mit diesem planten wir eine Inselumrundung. Zuerst besichtigten wir den Wasserfall von San Ramon. Die ersten Kilometer des Weges waren noch gut begehbar, der letzte Kilometer wurde jedoch vor einem Jahr von einem Unwetter total weggeschwemmt, so dass es dann doch etwas muehsam war mit den Flip-Flops ueber die vom Fluss durchzogene Geroellhalde zu klettern. Aber der Wille hat gesiegt und schlussendlich konnten wir doch noch eine Dusche unter dem Wasserfall nehmen.











(Saendu und René nachdem wir den Weg erklommen hatten)

Beim Rueckweg zum Auto sahen wir dann auch das erste Mal auf unserer Reise noch eine lebende Schlange. Zuerst dachten wir das rascheln im Gebuesch neben René sei ein Leguan, aber die ca. 1 Meter lange und 3 cm breite Schlange ueberquerte dann ein Meter vor unseren Fuessen die Strasse... Ja und dann machten wir uns auf um mit dem Auto weiterzufahren. Die Strassen waren bis dahin schon nicht sehr gut aber trotzdem einigermassen befahrbar, dies aenderte sich aber bald. Der Weg war versetzt mit grossen Steinen und wir fuehlten uns 2 Stunden wie im Schuettelbecher. Aber wir, und vor allem auch unser Suzuki haben die Fahrt gut ueberstanden und wir waren wieder um ein tolles Erlebnis reicher.

Von Ometepe ging es dann weiter nach San Juan del Sur. Ein Staedtchen an der Pacific Kueste. Schon bei der Ankunft am Nachmittag wurde uns gesagt, dass es momentan kein Strom gaebe und deshalb Duschen, Internet, Bankomat, etc. nicht funktionieren. Am Nachmittag hat uns das auch nicht wirklich interessiert, um 6 Uhr wurde es aber dunkel und etwas Hunger hatten wir auch. Im Restaurant bekamen wir dann eine Pizza aus dem Gasofen und um halb 10 abends gab es auch wieder Strom im Dorf. Der zweite Tag verlief etwa gleich. Die Loesung des Raetsels erhielten wir von der Hotelbesitzerin. Der Strom wird in diesem Ort von der Regierung immer um 2 Uhr nachmittags abgestellt und zwischen 5 und 10 Uhr abends wieder eingeschaltet.

















(San Juan del Sur um 7 Uhr abends)


In San Juan del Sur stand eine Premiere fuer uns auf dem Programm. Wir nahmen eine einstuendige Einfuehrungslektion im Wellenreiten und konnten dann den ganzen Tag noch etwas alleine ueben was auch sehr gut geklappt hat. Naja, ich hatte ja auch die Ehre bei Luis Chamorro, dem besten Surfer von Nicaragua meine ersten Surfversuche zu absolvieren... Ich denke der Grundstein fuer eine Surfkarriere ist somit gelegt und wir werden waehrend unserer Reise sicherlich noch das eine oder andere Mal auf dem Brett stehen.

San Juan del Sur war die letzte Station in Nicaragua und puenktlich um 12 Uhr mittags fuhr der 11 Uhr-Bus nach Rivas ab. Dort sollte um 2 Uhr der naechste Bus abfahren um die Grenze nach Costa Rica zu ueberqueren. Schlussendlich wurde es 4 Uhr bis der Bus gefahren ist, aber das lange Warten sind wir uns ja inzwischen gewohnt. Seit wir in Mittelamerika reisen wissen wir auch wieso das spanische Verb "esperar" im Deutschen die Bedeutungen "warten" und "hoffen" hat. Zuerst wartet man auf einen Bus, danach hofft man nur noch dass er ueberhaupt noch kommt... :-)

Der Grenzuebertritt verlief gut und auch ziemlich schnell. Etwas ungewohnt war die militaerische Organisation. Auf einer langen geraden Bank musste jeder sein Koffer/Rucksack hinlegen und oeffnen. Erst als alle in einer Reihe hinter ihrem Gepaeckstueck standen kam der Inspektionsoffizier vorbei und pruefte die mitgefuehrten Gegenstaende.

Nach einer kurzen Nacht in Liberia ging es morgens um halb 6 mit dem Bus nach La Fortuna wo wir uns nun seit vorgestern befinden. Dieses Dorf liegt am Fuss des bekannten Vulkanes Arenal. Gestern stand unser erster Ausflug auf dem Programm, eine Canopy Tour. Ja uns hat das Wort vorher auch nichts gesagt aber seit gestern wissen wir bestens was das genau ist. Mit einem speziellen "Gstaeltli" wird man an einer Rolle befestigt und diese Rolle wird auf ein Drahtseil gehaengt. Das Drahtseil geht von einem Punkt zum Anderen und so fliegt man dann durch die Gegend. Es war ein wirklich ganz tolles Erlebnis mehrere hundert Meter ueber dem Boden ueber und durch die Baumwipfel des riesigen Dschungels zu fliegen. Man hatte eine super Aussicht auf Wasserfaelle, Vulkan und eben den Regenwald.


(links: René im Anflug)
(rechts: Ich schon etwas weiter weg beim verschwinden in den Baeumen)

Die laengste Zipline war 980 Meter lang. Um diese Strecke zurueckzulegen benoetigte man gerade mal 50 Sekunden. Der Park bestand aus 10 Ziplines wobei keine kuerzer als 200 Meter war. Zum Schluss der Tour stand noch eine weitere Premiere fuer mich auf dem Programm. Der Weg zurueck fuhren wir nicht wieder mit dem Traktor, nein uns wurden Pferde zur Verfuegung gestellt. René war bereits vor 10 Jahren einmal alleine auf einem Pferd geritten. Ich habe das wohl das letzte Mal unter der strengen Aufsicht meiner Eltern im Kinderzoo gemacht. Aber wir haben uns gut gehalten und konnten mit den prahlenden Texanern locker mithalten :-)

Morgen werden wir dann den Vulkan erklimmen und uns danach ein bisschen im Wasser der warmen Quellen erholen...

Ihr seht, das Leben hier ist schampar anstrengend deshalb ist jetzt auch Schluss mit dem Bericht. Guterzogen wie wir sind haben wir aber noch die neusten Fotos hochgeladen, dass es euch im Buero nicht allzu langweilig wird :-)

Ach ja, nicht dass ich es noch vergesse. Ihr koennt einfach unterhalb dieses Textes auf "Kommentar" druecken und dort schreiben was sich hinter dem ersten Toerchen im Kalender versteckt. Natuerlich sind wir auch ueber andere Anregungen, Inputs, Outputs, Lob und all die anderen positiven Meinungen froh.

Also schaut dass ihr nicht aus dem Weihnachtsfenster kippt!!

Hasta la proxima...

René und Urs

Donnerstag, 15. November 2007

Die Sonne wieder gefunden!

Grueaezi mitenand!


na... da staunt ihr, was? schon wieder ein bericht. diesmal aus Granada, Nicaragua.

Das letzte mal schrieben wir ja von la ceiba aus und warteten bis wir endlich auf die insel utila konnten. so ging es am naechsten tag einmal mehr an den hafen, in der hoffnung das heute doch endlich ein boot la ceiba in richtung utila verlaesst. so standen wir, wie man uns am vortag empfohlen hatte, um 7 uhr morgens wieder auf der matte. aber ihr koennt es euch ja denken... kein boot an diesem morgen. jedoch machten uns die locals hoffnung, dass spaeter (das war die genauste zeitangabe) unter umstaenden ein schiff kommen koennte. und... so war es denn auch wirklich. um drei uhr nachmittag (man zaehle... nach 8 stunden warten) verliessen wir tatsaechlich den hafen in richtung utila. auf dem seeweg realisierten wir dann auch, wieso die boote die letzten tage nicht fuhren. nicht uebertrieben... sicher ueber 10 personen konnten dem brechreiz infolge des hohen wellenganges nicht standhalten und fuellten die im vornherein erhaltenen plastiksaeckchen mehr als einmal. wir zwei hatten zum glueck keine probleme mit der seekrankheit... im gegenteil, es war ziemlich lustig die leidenden mitreisenden zu beobachten (es ist uns natuerlich bewusst, dass dies "mega fies" ist).

auf utila angekommen suchten wir ein hotel auf, dass am naechsten tag auch gerade einen tauchgang anbot. natuerlich fanden wir dieses und buchten unsere tauchgaenge im anscheinend guenstigsten tauchparadies der welt (25 US pro tauchgang). so ging es am naechsten nachmittag auf das meer hinaus, um die unterwasserwelt unsicher zu machen. waehrend dem ersten tauchgang konnten wir fische in allen formen und farben, riesige krebse, lobster, ein wrack und wunderpraechtige korallen geniessen. waehrend dem zweiten tauchgang war leider die sicht nicht mehr so gut und so verbrauchten wir die luft waehrend den letzten 20 minuten bei spielen und wettrennen in etwa 15 meter tiefe. da es leider auch auf utila weiterhin regnete, hielt uns dort eigenlich nicht viel auf und so machten wir uns nach zwei naechten wieder auf richtung sueden, um die sonne wieder zu finden.

so nahmen wir den bus von la ceiba in die hondurianische hauptstadt, tegucigalpa. naja, von hauptstaedten weiss man hier nie so recht was einen erwartet. tegucigalpa jedoch schien eigenlich von anfang an ganz in ordnung zu sein. nachdem wir das hotel bezogen hatten (seit monaten endlich wieder einmal warmes wasser!!!), verspuerten wir nach der reise doch einen kleinen hunger. so entschieden wir uns gleich fuer das restaurant um die ecke. als wir das gebaeude betraten, standen wir zuerst in einer kleinen eingangshalle mit schliessfaechern und einem aelteren herrn. natuerlich steuerten wir direkt auf die treppe zu, da wir ja etwas zu essen wollten. der aeltere herr stoppte uns dann jedoch freundlich und bat uns, zuerst alle waffen abzugeben. diese koennten wir dann beim verlassen des hauses wieder bei ihm beziehen. da wir unsere "schwiizersackhegel" natuerlich nicht dabei hatten, liess er uns dann schlussendlich passieren. an diesem beispiel sieht man doch mal, wie streng das waffengesetz hier ist!:-)

tags darauf erkundigten wir ein wenig die stadt und "wanderten", einmal mehr, auf den hoechsten punkt von tegucigalpa und genossen die aussicht auf die doch erstaunlicherweise sehr westlich erscheinenden stadt. ach ja... der regen hatte mittlerweile nachgelassen und die schweissperlen waren wieder der grund, dass wir nass waren.

(Tegucigalpa)


weiter ging unsere reise bereits richtung nicaragua. mit einem bus ueberquerten wir die grenze und wollten nach leon fahren. uns war von anfang an bewusst, dass dieser bequeme bus nicht direkt nach leon fahren wuerde. als dieser jedoch ploetzlich bei einer kreuzung im niemandsland anhielt und uns sozusagen rauswarf und uns mitteilte, dass hier der bus nach leon vorbeikaeme, wurden wir doch etwas skeptisch. aber gemaess den wenig vorhandenen einheimischen an diesem ort, sei es tatsaechlich so, dass hier der bus vorbeikaeme... nur wusste niemand wann. so warteten wir zusammen mit 4 mitreisenden und einer handvoll locals geduldig am strassenrand. natuerlich informierten wir uns auch ueber die reisezeit nach leon. achselzuckend meinten die einheimischen "ca. 1 stunde, es kommt ganz auf den bus drauf an". nach ca. 1 stunde kam der chickenbus dann auch wirklich. unser gepaeck wurde auf das dach geworfen und los gings. leider hatte es nicht mehr fuer alle fuer einen sitzplatz gereicht und so musste unter anderem auch ich (urs hat sich natuerlich sauber den letzten geschnappt) die erste strecke stehen. da der strassenzustand wahrlich nicht gut war, war es etwas schwierig, sich auf den beinen zu halten. da es aus der vorausgesagten stunde reisezeit schlussendlich drei wurden, war es mir nur so recht, dass nach und nach personen ausstiegen und den bus in richtung wald verliessen (meistens war wirklich weit und breit kein haus zu sehen).


(Chickenbus nach Leon)

in leon angekommen, suchten wir mit nad, einem norwegischen englaender mit sri lankesischen wurzeln, unser hotel auf und gingen danach richtung abendessen. und die begegnung, welche wir in diesem restaurant hatten, hat uns wirklich gepraegt. ploetzlich stand "TYLOR JAMES" neben uns am tisch und begruesste uns euphorisch. jetzt fragt ihr euch, wer ist tylor james? tyler james traffen wir erstmals vor ca. 8 wochen im transferbus von mexiko nach guatemala. tylor james wurde fuer uns ein synonym fuer "keine ahnung". bereits dazumal fragte er uns am zoll, welches denn nun sein nachname sei und zeigte uns seinen pass... wohlverstanden, er ist amerikaner und die einreiseformulare waren alle auf englisch. da er uns doch etwas leid tat, da er doch nicht viel inteligenter als ein halbleeres glas milch ist, fingen wir mit ihm ein gespraech an und fragten ihn was so seine reiseplaene seien. nun koennt ihr ja seine antwort erraten... richtig: "keine ahnung". seine bemuehungen um das gespraech aufrech zu erhalten lautete zum beispiel folgendermassen: "ich habe einen wanderstock dabei!" in grosser erwartung auf die fortsetzung der aussage mussten wir feststellen, dass dies schon die ganze geschichte war und wir nickten so interessiert wie es auch nur ging und begluecktwuenschten ihn zur entscheidung, einen wanderstock dabei zu haben. tja, so trafen wir ihn in leon wieder und natuerlich konnten wir die frage, ob er sich zu uns setzen darf, nicht verneinen. wir fragten ihn natuerlich was er die ganze zeit gemacht habe... tja, "ich war hier und dort... gemacht habe ich aber eigentlich nicht viel!" das interessanteste war, dass er es "schampar" super fand, waehrend dem nationalfeiertag mexikos mit einem faehnchen vor dem hotel zu stehen, fuer drei stunden jedem taxifahrer zufaehnelte und sich erfreute wenn diese zurueckgehupt haben. an dieser stelle erwaehnen wir nun nicht, dass in zentralamerika ALLE taxifahrer immer hupen wenn jemand am strassenrand steht.

tylor james hin oder her... am naechsten tag machten wir uns auf einen stadtrundgang, mussten jedoch feststellen, dass es in leon nicht allzu viel zu sehen gibt. am abend war dann in einem hostel ein quizabend, an welchem wir uns mit nad, dem multikulti typen, unser wissen testen wollten. bei fragen wie "wann starb der beruehmteste nicaraguanische poet" oder "wie heisst das schnellste militaerflugzeug" mussten wir dann jedoch jeweils forfait geben und es reichte schlussendlich auch nur fuer einen platz im hinteren bereich. da wir natuerlich nach dem motto "dabei sein ist alles" leben, feierten wir halt die teilnahme mit dem einen oder anderen bierchen.


soweit so gut... am naechsten tag folgte das "projekt managua"!

auch in nicaragua wollten wir natuerlich einen besuch der hauptstadt nicht auslassen und planten den tag und die naechste nacht in managua zu verbringen. als wir unser hotel ausgesucht und bezogen hatten, machten wir uns zu fuss auf richtung einkaufszentrum. uns fiel von anfang an auf, dass uns die leute relativ komisch anschauten. nachdem zwei autos angehalten haben und zu uns auf gut deutsch "spinner" nannten, hintersinnten wir uns dann doch langsam was hier falsch ist. als uns dann der hotelbesitzer hinterherlief und uns aufhielt, bekamen wir dann auch die erklaerung. anscheinend sei es in managua ein absolutes "no go" fuer touristen, sich zu fuss zu bewegen. die chance ueberfallen zu werden sei, vorallem in diesem viertel wo die meisten hotels stehen, enorm... dies auch tagsueber. okay, wir entschieden uns dann doch fuer ein taxi, welche von den gefahren profit schlugen und extrem ueberteuerte preise verlangten. auf der fahrt zum supermarkt mussten wir dann jedoch feststellen, dass doch viele unangenehmaussehende personen auf den strassen tumelten. da wir dann auch im supermarket schief angeschaut wurden und teils sogar "agfiggt" wurden, entschieden wir uns nach nur zwei stunden in managua die stadt wieder zu verlassen. klar bekamen wir vom hotel nicht den ganzen preis zurueckerstattet, die knapp 10 Fr. waren es uns jedoch wert.

so fuhren wir noch am selben tag nach granada und sind nun den zweiten tag hier. man fuehlt sich sofort einiges sicherer. doch... wie es der dumme zufall so will, wurde ich hier gestern schon wieder beklaut. diesesmal war es jedoch zum glueck nur das kaeppchen, aber dies auf eine dreiste art und weise... naemlich direkt vom kopf. als wir uns gestern nach einem kurzen barbesuch auf den weg richtung hotel machten, naeherte sich von hinten lautlos ein velofahrer, griff nach meiner kappe und verschwand dann in einem hoellentempo in den strassen... tja, shit happens! hier mal noch eine kleine zusammenstellung was uns bis jetzt schon alles geklaut wurden:

Mir: Portmonnaie mit allem drum und dran, eine jacke, 2 paar flipflops (bin ueberigens bereits bei paar sieben angelangt... ist nicht schlecht nach nur gut 2.5 monaten, oder?:-) und die kappe

Urs: nichts! im gegenteil, ihm geben sie lieber mal einen hunderter zuviel retourgeld!

koennt ihr mir mal sagen wie fies denn das ist???

aber ja, ich will ja nicht motzen... irgendwie muss man auch damit rechnen... und mein grosi wuerde sagen "gschech nuet schlimmers"! (fuer die zuercher unter euch: "geschehe nichts schlimmeres..." an dieser stelle einen lieben gruss nach aesch!:-))

nun sind wir also in granada, einem doerfchen mit jenes kirchen und kathedralen, und haben fuer morgen bereits wieder eine vulkanbesteigungstour gebucht.



also dann... nun ist es wieder langsam an der zeit fuer euch, hinter die texte von "oh du froehliche" und "stille nacht, heilige nacht" zu setzen, sonst blamiert ihr euch nur wieder vor der ganzen familie.

fuer alle welche mit den weihnachtseinkaeufen bereits begonnen haben: ihr muesst ja nicht meinen ihr muesst fuer uns nichts besorgen, nur weil wir nicht in der schweiz sind... wir kommen es dann anfangs mai abholen!:-)

und ja ueberigens... die galerie wurde wieder aktualisiert!

und ach ja nochmals ueberigens... wir haben die sonne wieder gefunden und geniessen die waerme in vollen zuegen! :-)))

machets guaet und hebet sorg!!!
liebe gruesse

Urs und Rene

Sonntag, 4. November 2007

...und schon wieder sitzen wir fest

Buen dia!!

Jaja wir melden uns bereits wieder. Nachdem ihr das letzte Mal etwas laenger warten musstet, haben wir gedacht dass wir euch heute bereits wieder etwas schreiben. So ein kleines "Zueckerli" zwischendurch.

Das Wetter hier in Honduras ist leider momentan nicht sehr gut. Wir haben hier leider die Regenzeit noch erwischt und das ist unuebersehbar :-) Die Strassen sind des oefteren geflutet und die Flip-Flops sind das einzig richtige Schuhwerk hier. Man steht eh bis zu den Knoecheln im Wasser.... Ansonsten gefaellt es uns hier, im Land in dem es eine gute halbe Stunde dauert um eine Schale Kornflakes mit Milch zuzubereiten sehr gut. Die Leute sind sehr freundlich und an den Marktstaenden kann man wieder um die Preise feilschen :-) Aber nachdem wir mit Mueh und Not endlich Belize verlassen hatten, konnte es eigentlich nur noch besser werden....

Belize wird uns wahrscheinlich als das Land dass uns am wenigsten gefallen hat in Erinnerung bleiben. Bis jetzt ist es das mit Abstand unsympatischste Volk welches wir auf unserer Reise angetroffen haben. Die Leute sind oft den ganzen Tag besoffen oder stehen unter Drogeneinfluss hatten wir das Gefuehl. Von der Freundlichkeit und dem Charme welchen wir von den Leuten aus den mittelamerikanischen Laendern kannten, war hier gar nichts zu spueren. Man konnte kein Gespraech mit Einheimischen fuehren, ohne dass diese zum Schluss die hohle Hand machten.

Was jedoch ein wirklich tolles Erlebnis war, war ein Segelausflug welcher mit Schnorcheln kombiniert wurde. Diesen machten wir von der Insel Caye Caulker aus. Bereits auf dem Weg zum ersten Schnorchelplatz haben wir 2 Delfine gesehen, welche mit unserem Boot um die Wette geschwommen sind. Und spaeter beim Schnorcheln haben wir eine grosse Seekuh gesehen. Ein weiteres Highlight war natuerlich das Sharkhole-Reef wo sich wenige Meter unter uns mehrere Haie tummelten.

Diese waren natuerlich nicht gefaehrlich aber mit einer Laenge von ca. 1.5 Metern trotzdem sehr beeindruckend. Beim zuruecksegeln wurde dann noch einheimischer Rum getrunken und rohe Muscheln gegessen, welche unser Guide wenige Stunden zuvor vom Meeresboden geholt hat. Sogar ich habe etwas von den Muscheln gegessen, obwohl ich nicht der riesige Seafood-Fan bin fand ich die Muscheln nicht so schlecht. Apropos Essen: Natuerlich sagt unsere innere Uhr dass es momentan in den Restaurants Wild-Menues gibt, wir sind jedoch noch nicht fuendig geworden :-) Ja so ein guter Wild-Pfeffer waere schon wieder mal was feines aber ueber die Kueche hier konnten wir bis jetzt wirklich noch nie meckern.

Von Caye Caulker ging es dann wieder zurueck nach Belize City, um von dort mit dem Bus nach Placencia zu fahren. Von dort aus faehrt jeden Freitag ein Schiff nach Honduras wo wir ja hinwollten. Was uns in Belize auch gefallen hat war die Natur. Die Fahrt im ehemaligen amerikanischen School-Bus in welchem froehliche Musik aus den Boxen stroemte fuehrte uns vorbei an Palmenalleen, amazonasaehnlichen Gebieten und endlos scheinenden Waeldern. Zum Schluss fuehrte uns dann noch eine kurze Bootsfahrt durch die Mangroven auf die Halbinsel Placencia. Das Dorf ist nicht besonders gross und einen Tag am Strand dort genuegt total. Rene genoss jedoch die am ersten Abend stattfindende Halloween-Party bis in die fruehen Morgenstunden. Am Donnerstag wollte ich noch die Tickets fuer die Faehre kaufen. Dazu musste ich jedoch noch etwas Geld aus dem Automaten holen. Der Betrag war bereits eingegeben und das OK zur Ausgabe gedrueckt als der Bildschirm schwarz wurde und der Computer abstellte. Die Karte war weg und Geld hatte ich keines. So musste ich ca. 1 Kilometer zur Bankfiliale laufen wo mir gesagt wurde dass ich beim leeren des Bankomaten meine Karte zurueckbekaeme. Zur abgemachten Zeit wurde der Automat geleert. Um die Karte zu bekommen muesse ich jedoch nochmals zur Bank gehen. Haette ich gewusst wie die Fahrt zur Bank werden wuerde, waere ich sicherlich zu Fuss gegangen. Der Sicherheit wegen durfte ich nicht vorne im Pick-Up sitzen sondern nur auf der Ladeflaeche. Nach wenigen Metern stoppten wir das erste Mal beim Getraenkehandel. Eine Kiste Bier wurde gekauft. Dann ging es weiter zu einem Haus wo die 3 Bankangestellten eine riesige Torte mit der Aufschrift "Just a Boy" abholten. Nun ja es kam wie es kommen musste. Beim dritten Stop stiegen alle aus, nahmen Bier und Torte mit und verschwanden im Haus. Waehrend drinnen eine Geburt gefeiert wurde genoss ich die freie Zeit an der bruetenden Hitze auf der Ladeflaeche. Nach ca. 15 Minuten war das ganze gluecklicherweise vorbei und wir fuhren zur Bank, wo mir nach einem netten Gespraech mit einem Bankangestellten ueber Gott und die Welt doch noch mein "Bankchaertli" ausgehaendigt wurde.

Tags darauf war endlich Freitag, der Tag an dem die Faehre fahren wuerde. Puenktlich um 9 Uhr standen wir bereit. Die bereits wartenden Touristen liessen jedoch nichts gutes verlauten. Die Faehre fahre nicht hiess es. Das Boot werde momentan in Belize City repariert und werde fruehestens am Nachmittag hier sein und am Samstag fahren. Insgesamt wollten 14 Leute nach Honduras ausreisen und es wurde nach Loesungen gesucht. Auch die Nachricht dass eine Ueberfahrt wegen des Wetters nicht moeglich sei liess uns nicht nachgeben und so organisierten wir (allen voran Rene, das muss hier mal gesagt werden) ein privates Boot. Mit Geld laesst sich in Belize vieles machen, so bezahlten wir fuer die gut 2 Stuendige Bootsfahrt 75 US-Dollar pro Person. Das ist an dieser Ecke der Erde verdammt viel Geld. Mit dreistuendiger Verspaetung fuhren wir endlich los. Zuerst musste jedoch noch ein Ausreisestempel in den Pass. Dafuer hielten wir mit unserem Boot an einem Schiffsumschlagplatz. Dort wurden unsere Paesse eingesammelt und der Kapitaen verliess fuer 30 Minuten das Boot. Als er zurueckkam mussten wir nochmals ca. 1 Stunde warten bis der Zollbeamte bei unserem Boot ankam um die Stempel in die Paesse zu setzen. Natuerlich nur gegen Gebuehr....

Die Schifffahrt verlief dann aber wirklich gut und wir kamen spaetnachmittags in Honduras an. Die Immigration verlief hier wieder ohne Probleme und am Abend besuchten wir auch bereits die erste hondurianische Diskothek in Tela. Naja, Diskothek klingt super, ist jedoch nicht zu vergleichen mit dem was wir kennen. Das Durchschnittsalter sank bei unserem Eintreten von 49 auf 47 Jahre und nach einem Bier hatten wir das ganze Erlebnis auch schon wieder beendet. Da konnten auch die zahlreichen Tanzaufforderungen der einheimischen Frauen nichts dran aendern.

Nun sind wir in La Ceiba.
Soeben haben wir erfahren dass es wegen dem anhaltenden Regen nicht moeglich ist nach Utila zu gehen. Eigentlich waeren wir gerne dorthin Tauchen gegangen, nun muessen wir abwarten wie es morgen ausschaut.

Das war es bereits wieder gewesen von unserer Seite, jetzt seid ihr wieder dran. Bei dieser Gelegenheit wuerden mich auch wieder einmal die Boersenkurse interessieren. Dank dem Regen habe ich etwas Zeit diese genauer unter die Lupe zu nehmen :-)

Fotos hochladen klappt hier leider nicht, aber wie schlechtes Wetter aussieht wisst ihr in der Schweiz ja bestens :-)

Liebe Gruesse aus England... aehm Honduras natuerlich!

Rene und Urs

Nachtrag zum letzten Bericht:
Minigolfklassament (18 Loch Halbnatur-Minigolfkurs):
1. Rene
unter ferner liefen: Manuela, Sandro und Urs

Sonntag, 28. Oktober 2007

Lang ists her...

Hallo mitaenand!

Da sich anscheinend doch schon einige Sorgen um uns machen, ist es jetzt doch an der Zeit, wieder mal was von uns hoeren zu lassen. da wir natuerlich wie immer wieder viel erlebt haben, versuchen wir uns diesmal auch so kurz wie moeglich zu halten.

Zuerst moechte ich mich fuer die zahlreich eingegangen Hinweisen zum Verbleib meines Portemonnaies bedanken. Leider waren jedoch all die entsprechenden Recherchen erfolgslos unter wir tappen weiterhin im dunkeln!:-)

Also... den letzten Bericht verfassten wir ja von Palenque aus. Am naechsten Tag schafften wir es dann jedoch tatsaechlich nach Campeche. Wie wir letztes Mal erwaehnt haben, freuten wir uns dort ja vor allem auf das Meer und einfach am Strand relaxen. Weit gefehlt!!! Campeche liegt zwar am Meer... doch von einem Strand war weit und breit keine Spur. Tja... darum entschieden wir uns, nach einem Stadtrundgang, den Abend auf dem Zocalo (Hauptplatz) in einem Restaurant\Bar zu verbringen.

Als wir unseren Frust der letzten Tage etwas weggetrunken hatten, machten wir uns am naechsten Morgen auf nach Cancun. Aber leider lief auch dies nicht ganz nach Plan. Mit den Tickets fuer die Direktfahrt in der Hand, warteten wir geduldig auf den entsprechenden Bus. Dieser kam dann trotz einiger Verspaetung auch am Busbahnhof an. Wir schnappten unser Gepaeck und warteten, mit vier weiteren Passagieren, vor dem Stauraum um unsere ja nicht allzu kleinen Rucksaecke darin zu verstauen. Das einzige was jedoch dann lief wie geschmiert, war der Motor sowie der Rueckwaertsgang des Buses. Obwohl wir wie wild noch mit den Haenden fuchtelten und ziiiemlich grimmig hinterher schauten, schuettelte der Busfahrer nur den Kopf und fuhr von dannen. Da es uns wirklich nicht anmachte, noch einen Tag in Campeche zu verbringen, forderten wir die arme Frau am Ticketschalter auf, uns eine andere Loesung zu finden. Nach ca. 10 min sassen wir dann auch in einem Bus, welcher zwar nicht direkt, aber immerhin am selben Tag noch nach Cancun fuhr.

Ganz ehrlich gesagt, machten wir die ersten zwei Tage in Cancun ziemlich genau gar nix ausser essen, trinken, shoppen und Internet...

Und dann, ja dann war es soweit und wir durften unseren ersten Besuch aus der Schweiz in Empfang nehmen. Urs` Schwester und deren Freund reisten ab nun fuer zwei Wochen durch Mexiko. Zuerst machten wir uns auf an den Strand von Cancun... da es in Cancun in dieser Jahreszeit ueblich ist, dass es einmal pro Tag fuer ca. 1 stunde regnet, hatten wir an diesem Tag doch mehr oder weniger Glueck, da dieser Regen eher gegen den Abend einsetzte.

Am naechsten Tag stand die Ruinen-Staette Chichen Itza auf dem Programm. Obwohl Urs und ich doch schon einige Ruinen gesehen haben, waren diese Maya-Gebilde doch auch wieder sehr beeindruckend. Allen voran die Familie Rueegg waren auch von den vielen Gramsch-Staenden rund um diese Staetten sehr angetan, zum Glueck sind Sandro und ich soooo geduldige Menschen! Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber gekauft wurde glaube ich nichts!:-)

Weiter ging unsere Reise wieder ueber Cancun zur Isla Mujeres. Und was uns dort erwartete war einfach nur traumhaft.

Bilderbuchstraende, super Wetter, gemuetliche Strandrestaurants etc. Nach dem ersten Tag am Strand, mieteten wir uns fuer den naechsten Tag einen Golfwagen und erkundigten die Insel. Den ersten Stop machten wir bei einer Schildkroetenfarm.

Naja, wir wussten nicht so recht was wir von dieser halten sollten. All die Tiere wurden in kleinen Becken gehalten und wir konnten uns nicht vorstellen, dass diese gluecklich sind. Wie auch immer, wir setzten unsere Fahrt um die Insel fort entlang der Kueste und genossen einfach die schoene Landschaft und natuerlich das warme Wetter (baeaeaetsch!!!:-) Am Abend suchten wir jeweils ein gemuetliches Restaurant am Strand auf und verbrachten diesen mit essen, trinken und jassen! Apropos jassen... die groesste Herausforderung waehrend unserer Reise bis anhin, war Urs den Schieber beizubringen. Aber nach einigen Anfangsschwierigkeiten machte er sich bis am Schluss ganz gut, obwohl wir gegen Manuela und Sandro sang und klanglos untergingen (uebers Resultat schweigen wir an dieser stelle). Am letzten Tag auf der Insel Mujeres liessen wir uns es nicht nehmen, eine Schnorcheltour zu machen. Nach einer ca. 1 stuendigen Bootfahrt ankerten wir auf der Insel Contoy, auf welcher uns unser guide ein sensationelles Essen zubereitete waehrend wir die Unterwasserwelt erkundigten. Neben Fischen und Korallen in allen Farben, Krebse, Muscheln und Seesternen, besuchte uns auch noch eine Roche, welche offensichtlich Gefallen an uns fand und uns bis an den Strand begleitete. Auch hatte sie keinerlei Beruehrungsaengste.

Dann war es an der Zeit, die wunderschoene Insel Mujeres zu verlassen und zur Insel Holbox weiterzufahren. Gemaess Empfehlungen von anderern Travelers sei es auf dieser moeglich, Delphine und Haie zu sehen und sogar mit diesen zu schwimmen. Leider verschwiegen uns diese jedoch, dass diese Viecher nur bis September zu sehen sind. So ist die Geschichte von Holbox auch relativ schnell erzaehlt. Eine Uebernachtung, eine Bootsfahrt, keine Delphine oder Haie, nur Flamingos, sonstige gefiederte Tiere und massenweise Moskitos und Sandfliegen.

Tja, nach dieser Enttaeuschung suchten wir natuerlich eine wiedergutmachung und hofften, diese auf der Insel Cozumel zu finden. man merkte sofort, dass es hier doch bereits wieder einiges touristischer zu- und hergeht als bei den vorherigen orten. der erste tag auf cozumel war wieder einmal (vorallem fuer die familie rueegg) dem shopping gewidmet. sandro und ich bevorzugten wahrend dessen lieber ein kuehles bierchen. am abend dann, buchten wir jedoch unsere ersten tauchgaenge seit unserem brevet. so ging es dann am naechsten morgen auch los auf die hohe see, um die unterwasserwelt rund um cozumel zu erkundigen. zu sagen ist nocht, dass sandro dies leider nur von der oberflaeche her tun konnte, da er noch kein tauchbrevet besitzt... aber auch im scheint das schnorcheln gefallen zu haben. und fuer uns drei waren die zwei tauchgaengae einfach nur grossartig. wir hatten wetterglueck und so war die sicht unter wasser bis zu 50 meter. es ist schon genial, wenn man sich unter wasser bis auf wenige cm den fischen naehern kann und die dich ansehen als waerst du einer von diesen. neben den fischen konnten wir auch riesenkrabben, schildkroeten, rochen, seesterne und sonstige eher undefinierbare viecher sehen.

Danach mietete wir uns fuer den naechsten Tag zu viert einen alten VW-kaefer cabriot um mit diesem eine rundefahrt um die insel zu machen. doch es kam alles anders. als wir auf der strasse der kueste entlang fuhren, winkte ploetzlich eine frau am strassenrand wie verrueckt. zuerst dachten wir, dass wir etwas falsch gemacht haben, dem war jedoch nicht so. die dame offerierte uns einen all-inclusiv-tag in einem mehr oder weniger nobelhotel fuer genau fr. 35.00 pro nase. nach einigem hin und her entschieden wir uns, dieses angebot doch anzunehmen. also schlugen wir uns den ganzen tag lang die baeuche voll und tranken auch das eine oder andere. da wir unser mietauto jedoch leider noch dabei hatten, mussten wir uns mit der zeit etwas zuruecknehmen, da wir dieses am selben abend noch zurueck geben mussten. urs chauffierte uns dann jedoch sicher wieder ins hotel zurueck.

Nach der Insel Cozumel verbrachten wir noch einen sonnigen Tag am strand von playa del carmen.

man koennte ja meinen, dass wir langsam aber sicher die schnauze voll von straenden haben... aber dem ist nicht so! die naechste destination war tulum, welches einerseits fuer die maya-ruinen und andererseits fuer die weissen sandstraende bekannt ist. in einem eigenen cabanas konnten wir uns also weitere zwei tage mit wettbraeunen beschaeftigen.

tja und seht ihr, so schnell waren zwei wochen auch schon wieder vorbei und wir mussten bereits wieder von manuela und sandro abschied nehmen. es war aber wirklich eine seeeehr coole zeit mit euch... merci villmol!!!

wir machten uns in die andere richtung auf... richtung belize. die aufmerksamen von euch haben natuerlich jetzt bemerkt, dass wir belize eigentlich gar nicht in unserem programm hatten. aber anstatt wieder den muehsamen umweg durch guatemala zu machen (vor allem mit diesen unbequemen, vollgestopften bussen), entschieden wir uns das visum fuer belize zu leisten (55 dollar). viel haben wir jedoch von belize noch nicht gesehen. nach einer uebernachtung in corozal und in belize-city, welches wirklich eine eher komische stadt ist, sind wir nun auf der insel caye caulker angekommen, welche wir hier mal als herzig bezeichnen. aber das leben in belize ist eigentlich noch speziell. von ueberall her hoert man laute klaenge aus einem mix aus hip-hop und raggae musik. sogar die zollbeamten nickten mit dem kopf im takt zum hiphop-sound, welcher dort aus den lautsprechern hallte, waehrend dem sie unsere visums ausstellten und uns kontrollierten.

so... am schluss bleibt noch zu sagen, dass wir uns bemuehen werden, den naechsten bericht wieder etwas zeitiger zu liefern. dies ist naemlich ehrlich gesagt auch einfacher fuer unser gedaechtnis.

unsere fotogallerie wurde ueberigens noch aktualisiert und die bilder zu diesem bericht werden in kuerze noch folgen.

in diesem fall... viel glueck bei "wer baut den groessten schneemann" und passt auf euch auf!
liebe gruesse aus belize
urs und rene

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Rumble in the Jungle

In den letzten Tagen haben wir viel erlebt. Also hohlt euch am besten zuerst einmal eine Tasse Tee und legt das Sitzpolster nochmals zurecht.... Los gehts:

Um in Mittelamerika viel zu erleben und rumzukommen kommt man um die Busfahrten nicht herum. So waren wir einen grossen Teil auf den Strassen unterwegs. An die Strassenzustaende und die verschiedensten Fahrstile haben wir uns auch bereits gewoehnt. Was dann immer etwas muehsamer ist, ist der Platz. Einen vollen Bus gibt es hier nicht. Solange zahlende Leute am Strassenrand stehen findet man immer einen Platz auch wenn man gegenseitig auf die Knie sitzen muss. So bietet dann auch zwangslaeufig jeder jedem eine starke Schulter zum anlehnen. Gerade auf dem Weg hierher war eine Mexikanerin so frei und hat zum schlafen den Kopf auf meine Schulter gelegt. Auch Rene hatte schon das Glueck um neben einem Maedchen zu sitzen welches es schampar laessig fand ihm auf den Oberschenkel zu klopfen. Dies im selben Takt mit kurzen Unterbruechen 4 Stunden lang. Auch sonst haben wir schon laessige Sachen im Bus erlebt. Zum Beispiel wie es riecht wenn bei ca. 35 Grad die Windeln gewechselt werden und die vollen danach noch 2 Stunden liegen bleiben.

Aber diesen Erlebnissen stehen auch wieder ganz viele schoene gegenueber. Nach dem letzten Bericht in Panajachel sind wir nach Antigua gefahren. Dort standen wir am naechsten Morgen bereits um 6 Uhr auf der Matte. Die Besteigung des noch aktiven Vulkanes "Pacaya" stand auf dem Programm. Die Wanderung war sehr witzig. Unser Fuehrer haette auch problemlos als Selbstunterhalter in einer Abendshow auftreten koennen. Er liess es sich auch nicht nehmen den hinteren Teil unserer Gruppe mit einem Sprung aus dem Gebuesch und Wildschweingeraeuschen zu erschrecken. Wir waren beim Aufstieg durch den Regenwald natuerlich an der Spitze dabei und konnten das Schauspiel so verfolgen. Oben angekommen waren wir ueberwaeltigt vom Ausblick und natuerlich der Lava. Diese floss naemlich nur einen Meter an uns vorbei und es war schon ein mulmiges Gefuehl ueber die getroknete Lava zu laufen. Auch die Hitze ist unvorstellbar und fast unertraeglich.



Ansonsten haben wir in Antigua noch den feinen guatemaltekischen Kaffe genossen und den Markt besucht. Da hat sich Rene auch noch fuer 22 Franken neue Turnschuhe gekauft. Es ist allgemein alles sehr guenstig hier. Wir haben in Guatemala City ein kompletes Mittagessen mit Suppe und einem Getraenk fuer umgerechnet 1.50 Franken gegessen. Ein Cuba Libre oder Gin Tonic bekommt man auch fuer gut einen Franken.

Von Antigua sind wir nach Guatemala City gefahren, wo wir definitiv nichts sehenswertes gefunden haben. So sind wir nach einer Nacht auch schon wieder weiter nach Lanqin wo uns dann aber ein wirkliches Paradies erwartete. Die Wohnanlage "El Retiro" liegt an einer sehr idyllischen Lage umringt von viel Wald und einem Fluss. Geschlafen wird dort in super schoenen Bungalows auf dessen Terrassen sich jeweils Haengematten befinden.



Die Stimmung ist sehr familiaer und die Leute waren alle super nett (Besten Dank an dieser Stelle an Karin, Esther, Vivienne und Stefan welche sich bestens um uns gekuemmert haben). Nach dem gemeinsamen Nachtessen wird meistens noch ein bisschen in der Bar getrunken und gefeiert. Der richtige Zeitpunkt um unsere Trinkfestigkeit wieder einmal zu testen und spaet ins Bett zu gehen.... Das haben wir dann auch gleich 3 Abende lang gemacht :-) Aber die Aktivitaeten den Tag durch kommen dort nicht zu kurz. Am zweiten Tag haben wir naemlich einen Ausflug nach Semuc Champey gemacht. Zuerst stand eine Hoehlenwanderung auf dem Programm. Ausgeruestet mit Sandaletten, Badehose und einer Kerze stiegen wir in die Dunkelheit. Der Weg war immer ca. Bauchhoch im Wasser und ca. 1/4 mussten wir auch schwimmen. Dies war mit den Sandalatten an den Fuessen und der Kerze in der Hand nicht ganz einfach und die Steine im Wasser waren nur unschwer zu erkennen :-) Toll war es aber auf alle Faelle und ich denke die Fledermaeuse nehmen es uns auch nicht Uebel dass wir sie geweckt haben.
Nach der Hoehlenwanderung konnten wir uns erst einmal entspannen. Rivertubing war angesagt. Ca. 20 Minuten lang liessen wir uns auf einem Autoreifen im Fluss treiben, bevor wir noch von einer 7 Meter hohen Bruecke in den Fluss springen konnten. Der Tag war noch lange nicht zu Ende. Es waren nicht nur die Luftfeuchtigkeit und der vorabendliche Alkoholkonsum welcher uns den Schweiss aus den Poren stroemen liess. Nein es war die Wanderung zu einem Aussichtspunkt von welchem man die natuerliche Bruecke Semuc Champeys sehen konnte. Der Fluss geht dort unter die Erde und kommt erst nach 300 Meter wieder zum vorschein. Auf der Bruecke befinden sich mehrere Pools welche mit tuerkisblauem Wasser gefuellt sind. Einfach traumhaft und super um sich nach dem Abstieg drin abzukuehlen. Natuerlich haben wir das zum Abschluss der Tour auch noch gemacht.


Am zweiten Tag gingen wir vom Hostel aus tuben. Diese Fahrt war dann noch ein bisschen laenger, rasanter und mit abenteuerlichen Stromschnellen verbunden.

Schweren Herzens verliessen wir Lanqin nach dieser tollen Zeit nach Tikal. Dort kamen wir beim Eindunkeln mitten im Dschungel an. Auch uebernachtet haben wir in einer Wohnanlage inmitten des Waldes. Das Preis/Leistungs-Verhaeltnis war nicht wirklich toll. Eher teuer dafuer kein Licht, kurz kein Wasser (genau als Rene unter der Dusche stand, sowiso schon im Dunkeln :-)) und einen ungebetenen Gast hatten wir auch noch. Ein Skorpion den wir dann einfangen liessen. Die Nacht war aber eh nur kurz. Um 4 Uhr machten wir uns auf um auf einer Ruine den Sonnenaufgang und das Erwachen der Wildtiere ueber dem Dschungel zu erleben.
Es ist schon interessant welche Toene manche Tiere von sich geben.... Auf der anschliessenden Wanderung durch die Ruinen und den Urwald sahen wir dann unter anderem noch verschiedene Affenarten und eine Vogelspinne.

Nach diesem Morgen machten wir uns auf nach Mexico. Das war der Anfang einer langen Reise. Das Visum durch Belize wollten wir uns ersparen und machten uns auf den Weg zurueck nach Palenque. Nach einer weiteren eher muehsamen Busfahrt sind wir dann gester Abend am Fluss angekommen, welcher die Grenze zu Mexico ist. Die Formalitaet von Guatemala, sprich Ausreisestempel hatten wir sauber besorgt und nahmen uns ein Zimmer direkt am Fluss. Ein kleines Nachtessen bekamen wir bei der Nachbarsfamilie, welche uns in ihrem Wohnzimmer noch einige Tacos anboten. Fuer heute Morgen wurde uns ein Bus versprochen welcher vom Hotel direkt nach Palenque fahren wuerde. Wir sind dann ein weiteres Mal vor 6 Uhr aufgestanden, nur der Busfahrer musste das irgendwie vergessen haben. Auf alle Faelle kam kein Bus und uns wurde ein Boot zur Grenzueberquerung angeboten. Die zweiminuetige Bootsfahrt war wirklich sehr schoen und die Busfahrt nach Palenque klappte dann vom anderen Ufer aus auch bestens. Das Problem war einfach, dass kein Zoll am mexikanischen Ufer war und wir in Palenque sozusagen illegal waren. So liessen wir uns zum Migrationsamt fahren wo wir alles erklaeren mussten. Der Beamte dort hatte jedoch nicht sehr grosses Verstaendnis und wollte den Stempel nicht machen sondern uns wieder an die Grenze zurueck schicken. Auf eine weitere Busfahrt hatten wir heute aber definitiv keine Lust mehr. So blieb uns eigentlich nur noch illegal ohne Stempel hier zu bleiben was bei der Ausreise wieder bloed gewesen waere oder den Beamten zu bestechen. Wir entschieden uns fuers Zahlen. Es waren fuer uns eh nur gut 20 Franken, hier jedoch eine Abzockerei.
Vom Migrationsamt ging es weiter zum Busbahnhof um nach Campeche ans Meer zu fahren. Daraus wurde jedoch wieder nichts. Als wir die Billete bezahlen wollten bemerkte Rene dass sein Portemonaie den Weg vom Taxi nicht bis zum Billetschalter geschafft hat (10 Meter). Eine kurze Suche war zwecklos und wenn man die hiesige Mentalitaet kennt weiss man auch dass ein Fundbuero nicht existiert. Allfaellige Hinweise zum Tathergang oder Aufenthaltsort des schwarzen, ledrigen schon etwas abgebrauchten Portemonaies in dem sich Kaertchen mit der Aufschrift "Rene Hornung, Visa, EC oder Fuehrerausweis" befinden, sind direkt an uns zu melden. Bitte nicht an die Polizei hier, die verstehen naemlich gar nichts!!

So sitzen wir halt immer noch in Palenque und als ob das nicht genug waere, als Rene auf der Strasse telefonierte um die Karten zu sperren wurde 2 Meter neben uns auch noch ein Mann ueberfahren.... eine echt ueble Szene mit Fahrerflucht! Scheisstag!!!!

Nichtsdestotrotz ist das Billet fuer morgen Morgen nach Campeche gebucht. Unsere Allerwertesten sind von den Busfahrten wirklich langsam durchgesessen da kommen die Tage im und am Meer genau richtig. Wir freuen uns auf alle Faelle und gehen deshalb auch gleich noch ein Bier nehmen....

Haltet die Ohren steif!! Die Fotos zum Bericht folgen in den naechsten Tagen. Wie gesagt Scheisstag, nicht einmal einen USB-Anschluss hat es hier :-)

Buenos

René und Urs

Montag, 1. Oktober 2007

Planaenderung und ab in den Sueden...

hallihallo... diesmal bereits aus Guatemala!

aber mal schoen der reihe nach!

¨Gott straft sofort¨ koennte man es nennen! auf der 10-stuendigen fahrt von veracruz nach palenque holte ich mir im brutal heruntergekuehlten bus doch tatsaechlich eine erkaeltung... Moral der Geschichte: nie wieder leisten wir uns hier die teuren busse!! aber dank der vorsorglichen pflege von urs (leider hatte er die zutaten fuer die essigsoeckli nicht dabei) war das ganze halb so wild!

wie auch immer... in palenque war es dann wieder hoellisch heiss, was dazu fuehrte dass die erkaeltung so schnell verschwand wie sie kam! als erstes besuchten wir die alten ruinenstaetten von palenque, die tempel und sonstigen gebaeude in mitten des regenwaldes waren sehr beeindruckend... vor allem wenn man bedenkt, dass zu dieser zeit kaum hilfsmittel zu verfuegung standen!

da die ruinen wie erwaehnt in mitten eines regenswaldes stehen, konnten wir sogar einige affen und exotische schmetterlinge und voegel sehen! die affen gaben mit ihrem gebruell ein lautstarkes konzert ab! am zweiten tag in palenque besuchten wir die verschiedenen beruehmten wasserfaelle misol-ha und agua azul! leider spielte an diesem tag das wetter nicht ganz mit... aber trotz des regens liessen wir es und nicht nehmen, ein bad in einem der verschiedenen becken zu nehmen... nass wurden wir ja so oder so! an den abenden wurde unter anderem fleissig gejasst... kurz gesagt: das daumen druecken fuer urs hat ueberhaupt nichts gebracht... er liegt arg im rueckstand!!!

am naechsten tag machten wir uns auf, wiederum mit dem bus, nach san cristobal. das doerfchen liegt in den bergen mexikos auf 2750 m, infolge dessen wurde es abends doch auch bei uns mal ein bisschen kuehler! dieser ort wurde 1994 fuer drei tage von aktivisten besetzt und war zentrum eines nationalen aufstandes! aus einem typisch mexikanischen markt und einer etwas erhoehten kirche gab es da aber eigentlich nicht viel zu sehen.

So machten wir uns auf, unter begleitung einer best of beegees-cd und einer lustigen reisetruppe, nach Guatemala. Der Grenzuebergang war nicht wirklich spektakulaer. Aber ein kleiner Tipp von mir wenn ihr irgenwann einmal mexiko verlaesst: zeigt dem mexikanischen beamten nicht die passseite mit dem foto. weil: erstens interessierts in nicht die bohne wer du bist und zweitens, interessierts in eben so wenig wo er den ausreisestempel hinmacht... bei mir haute er ihn einfach mal kurz ueber die unterschrift auf seite eins!
(s zollhuesli mexiko - guatemala)

die schlauen unter euch haben nun natuerlich etwas bemerkt! richtig... wir waren noch gar nicht im osten mexikos. grund dafuer ist, dass urs' schwester und ihr freund uns in zwei wochen in cancun besuchen kommen und wir uns darum entschieden haben, guatemala vorzuziehen und dann nach mexiko zurueckzukehren (zeit haben wir ja genuegend :-))

als erstes in guatemala besuchten wir die stadt quetzaltenango (kurz: xela). aber naja, diese stadt ist zwar absolut nicht sehenswert, aber die leute sind dafuer mega freundlich (und einen mc donalds hatte es auch - place to be in xela- und, mit einem bigmac konnte man eine halbe stunde lang gratis ins internet)! so verliessen wir xela nach einer nacht wieder in richtung panajachel am atitlan see. dieser see aehnelt sehr stark dem vierwaldstaettersee, liegt aber am fusse von drei vulkanen. heute machten wir eine lustige bootstour auf dem see und besuchten die vier verschiedenen ortschaft, welche an dem atitlan-see liegen.

generell gefaellt uns guatemala sehr. auch ist es jedoch traurig, wie viele leute, vor allem auch kinder, auf der strasse betteln oder irgendwelchen plunder zu verkaufen versuchen. es ist teilweise schon hart ¨nein¨ zu sagen, aber wenn man allen was geben wuerde oder bei allen was kaufen wuerde kaeme man nicht weit. und ja, gestern schoss urs noch ein foto von einem guatemalischen maedchen in einer tracht. am abend mussten wir erfahren, dass schon manche touristen ermordet wurden, weil sie eben fotos von minderjaehrigen gemacht haben... seither unterlassen wir dies auch!

morgen reisen wir weiter nach antigua, um einen noch aktiven vulkan zu besteigen! also... im naechsten bericht geht es heiss zu und her! :-)

dies war es wieder von trix und gaex... uf wiederluaegae!

Liebe gruesse aus Guatemala

Urs und Rene

Dienstag, 18. September 2007

Hola de Mexico

Hier sind wir wieder... diesmal aus Mexico und nachdem Rene bereits seine dritte Sonnenbrille kaputt gemacht und jenste Sachen in Hotels vergessen hat!!


Bevor wir jedoch mit dem Bericht beginnen, moechten wir uns bei all den Kommentarschreiber/innen bedanken, wir freuen uns jedesmal sehr etwas von euch zu hoeren.

Nun zum Bericht:

Nach dem kurzen aber schmerzvollen Abschied von Ponti sind wir mit dem Airbus 320 nach Mexico City geflogen, wo uns bereits Christian in Empfang nahm. Chrigi wohnt eigentlich in Uznach ist jedoch bereits das 3te-Mal fuer laengere Zeit in Mexico City und studiert nun auch an der Universitaet dort. Er gab uns wichtige Tipps und sorgte fuer unser Wohlbefinden in der groessten Stadt der Welt. Ohne ihn waeren wir wahrscheinlich etwas verloren gewesen. Ein riesiges Dankeschoen an dich, Chrigi!!!

Trotz unseren eher duerftigen Spanischkenntnissen kommen wir relativ gut zurecht hier. Meine Groesse und die blonden Haare sind jedoch etwas spezielles hier, sogar Rene wird hier als blonder bezeichnet und wird deshalb auch oft wie ein Ausserirdischer angestarrt (den Frauen jedoch scheinen wir zu gefallen :-) ) Nun ja ans anstarren haben wir uns bereits gewoehnt, wie auch ans feine Essen, Taxi fahren im Taxi ohne Tachometer und das WC-Papier nicht ins WC zu werfen.

Nun das Ankunftsdatum am 14.9 war sehr gut gewaehlt, denn am 15.9 ist in Mexico Nationalfeiertag und die Zeichen fuer ein riesiges Fest standen gut. Bereits den ganzen Tag durch waren die Strassen voll mit Leuten und Marktstaenden. Dazu kam der grosse Hauptplatz (Zocala) und ueber eine Million Leute darauf. Trotz der guten Musik und dem traditionellen sprayen von Schaum und werfen von Eiern gefuellt mit Konfetti, fehlte uns die wirkliche Partystimmung, es ist eher ein Familienfest und getanzt wird auch nicht gross. Jenu, das Feuerwerk und der Ruf "VIVA VIVA MEXICO" des Praesidenten von Mexico, trieben uns den Herzschlag nochmals um 20 Schlaege/Minute in die Hoehe.
Am Tag darauf standen 2 Fussballspiele auf dem Programm. Sogar ich besuchte, das erste mal in meinem Leben, einen Fussballmatch. Der erste fand im Olympiastadion statt in welchem die von Chrigi favorisierten "Pumas" ihre Heimspiele austragen. Sehr kuul fanden wir, dass wir dort noch den Saenger der Band "Molotov" (im Bild links) kennenlernen durften. Das zweite Spiel fand im Estadio Azteca statt. Dieses ist das drittgroesste Stadion der Welt und fasst bis zu 110'000 Leute. Leider war nicht ausverkauft aber die Stimmung war trotzdem super, auch wenn die Heimmannschaft "America" verlor.



Sonst stand in Mexico noch etwas Sightseeing auf dem Programm, wir liefen durch viele Strassen mit Marktstaenden, schauten Plaetze an, Paerke und die Universidad. Sie ist die groesste Lateinamerikas und umfasst 7.3 Quadratkilometer auf denen mehr Leute studieren als in der Stadt Zuerich wohnen.
Natuerlich besuchten wir auch die groesste Ruinenstadt Amerikas, welche 50 Kilometer von Mexico City entfernt liegt. Die Busfahrt nach Teotihuacán fuehrte durch die Blockhuetten der Slums der Stadt was sehr eindruecklich war, aber auch etwas zum Nachdenken anregte. In Teotihuacán befindet sich die drittgroesste Pyramide der Welt, welche wir natuerlich in bester schweizer Bergsteigermanier mit unseren Kampfflipflops bestiegen haben :-)



Auch den Six Flags Vergnuegungspark haben wir besucht und vergnuegten uns wiedereinmal einen Tag lang auf den vielen Achterbahnen und sonstigen Chilbibahnen auf denen es einem so richtig schlecht wird....

Nach einer 6-stuendigen Busfahrt durch wunderschoene Landschaften sind wir hier in Veracruz angekommen. Ein schoener Ort im kubanischen Stil. Es ist sehr heiss hier und auch das Meer mag zu keiner Abkuehlung zu verhelfen....
Morgen werden wir wieder 10 Stunden mit dem Bus fahren. Diesmal fuehrt uns die Reise nach Palenque.... Da haben wir wieder genug Zeit um unsere Jassmeisterschaft weiterzufuehren. Zum jetzigen Zeitpunkt steht es unentschieden.... Also drueckt mir die Daumen :-)

Achja, fast vergessen. Nun ist auch unsere Fotogallerie online. Schliesslich sagen Bilder mehr als tausend Worte. Ihr findet sie unter www.gschwend.com/gallery oder unter dem Link auf der Hauptseite oben rechts. Merci vielmal This, dass du uns so schnell die Seite zur Verfuegung gestellt hast! Ich werde dir dafuer mal ein Paar Zechensocken poschten ;-)

Dann wuenschen wir euch noch einen wunderschoenen Herbstbeginn mit all den farbigen Blaettern an den Baeumen :-) Und denkt dran, Essigsoeckli helfen bei Pfnuesel!!!

Gruessli usem heisse Mexico

Rene und Urs

Freitag, 14. September 2007

Bye bye USA

halloechen erstmal!

nun ist doch auch schon soweit, dass wir morgen die USA richtung mexiko verlassen werden.

aber mal ganz ruhig der reihe nach. seit unsererm letzten bericht aus san diego ist doch auch schon wieder so einiges vorgefallen.

frisch in san diego angekommen liessen wir es uns natuerlich nicht nehmen, unsere baeuche erstmals am wunderschoenen strand von der sonne braeteln zu lassen (urs hat sich ueberigens mittlerweile bereits ein taning-oel gekauft, das es bei ihm mit der braeune sonst nicht so klappen will). am abend machten wir dann mal das nachtleben san diegos unsicher. mit den dort kennengelernten schweizern mussten wir natuerlich roger federers viertelfinalsieg ueber den amerikaner andy roddick gehoerig feiern. dies taten wir dann bis uns schlussendlich die huebschen bardamen aus der bar knallten (aber natuerlich nur der zeit wegen).

am naechsten tag stand ein besuch bei seaworld an. was dort mit den tieren angestellt wird und was es so alles zu sehen und zu erleben gibt ist einfach grossartig. wir konnten sogar, zwar nicht gerade mit den delphinen schwimmen, sie jedoch immerhin beruehren (fuer die die es wunder nimmt: es fuehlt sich an wie nasses leder). da es von san diego ja nur noch einen katzensprung nach tijuana (mexiko) ist, liessen wir uns dies natuerlich auch nicht nehmen dort vorbeizuschauen. aber naja, die wiedereinreise in die usa war das aufregendste an diesem ausflug.

weiter ging unsere fahrt der westkueste kaliforniens entlang richtigun norden... natuerlich immer mit unserem treuen und weiterhin beulenlosen begleiter "ponti"! den naechsten halt machten wir in laguna beach, wo vor allem auch die gleichnamige serie auf mtv gedreht wird. auch hier waren die straende wirklich traumhaft. als wir am abend noch unser bierchen in einer bar genossen, kamen wir noch mitten in einen frauenpolterabend, was das bier doppelt so gut schmecken liess!

nach einem tag im long beach (schlechtester strand bis jetzt) fuhren wir nach los angeles, genauer gesagt zum venice beach, wo die muskelmaenner um die wette protzen und die frauen sich in knappen bikinis messen. wir liessen an diesem tag unser krafttraining aus und gingen nur sonnenbaden (wir wollten den einheimischen ja nicht die show stehlen). am naechsten tag war wieder sightseeing angesagt. der rodeo drive in beverly hills, wo all die teuren boutiquen und shops stehen, dann der walk of fame, wo die sterne der promis zu sehen sind, sowie das kodak theater, wo jaehrlich die oscars verliehen werden. an demselben tag fanden am hollywood boulevard die dreharbeiten zum film "john hancock" statt, so dass wir sogar die hauptdarstellerin charlize theron noch sehen konnten. weiter genossen wir den ausblick vom griffith observatorium (hoechster punkt von LA) ueber die riesige stadt und auf den hollywood schriftzug. anschliessend besuchten wir noch LA downtown, wo wir lernten wie man sich den parkgebuehren entziehen kann. man parkiere sein auto, sucht einen plastiksack, stuelpt diesen ueber die parkuhr und laeuft danach einfach davon).

am naechten tag machten wir uns auf zu dem vergnuegunspark six flaggs, auf welchen wir uns bereits tage vorher freuten. aber leider wurde dieser ausgerechnet einen tag vorher ferienhalber geschlossen. mit dem besuch der universal studios konnten wir uns jedoch teilweise ueber das verpasste troesten. waehrend einer rundfahrt durchs gelaende konnten wir einige plaetze sehen, wo grossen hollywood filme sowie diverse serien gedreht wurden oder immer noch werden (urs freuten sich ganz besonders ueber die schauplaetze der serie desperate housewifes... er war kaum mehr zu beruhigen).

einen weiteren strandbesuch machten wir danach in malibu. wir erinnern uns doch alle gerne an die zeit, als david hasselhoff noch nicht alkoholiker war und wie ein junger delphin durch die brandung schwamm... gefolgt von seinen weiblichen berufskameradinnen.

nun verbringen wir die vorerst letzte USA-nacht noch in LA und werden morgen weiter nach mexiko-city fliegen. zuerst werden wir uns jedoch noch von unserem "ponti" verabschieden muessen, was uns sicher die eine oder andere traene kosten wird. mit ihm haben wir immerhin etwa 4000 meilen (ca. 6500 km) zurueckgelegt.

also dann... machets guet und bis gli us mexiko!

liebae gruess
urs und rene

Mittwoch, 5. September 2007

From San Diego

So hier sind wir wieder.....


frisch angekommen in San Diego haben wir gedacht wir koennten euch wieder einmal ueber unsere Erlebnisse berichten.

Nachdem wir den letzten Bericht geschrieben haben sind wir noch kurz zum Monolake gefahren was wenig spektakulaer war danach jedoch besuchten wir die heissen Quellen. Inmitten der eher kargen und kuehlen Landschaft rund um Bridgeport liegen die Travertine Hot Springs in welchen man bis zu 40 Grad heisses Wasser findet. Ein kurzes Bad liessen wir uns natuerlich nicht nehmen, schliesslich haben wir diese Quellen auch einen Tag lang gesucht weil die nirgends beschrieben sind. Nach einer kurzen Fahrt durch einen Steinbruch und Kiesgrube haben wir sie jedoch gefunden.



Nach einer Uebernachtung und einem Nachtessen im Swiss Chalet (Die Bratwurst mit Spaetzli und Rotkraut waren hervorragend) in Lake Tahoe sind wir nach Sacramento gefahren. In Sacramento stand das Einkaufen im Vordergrund. Ein Haarschneidegeraet (fuer welche Haare auch immer) und kurze Hosen fuer Rene sollten es sein... Wir haben natuerlich beides gefunden. Man muss an dieser Stelle vielleicht noch erwaehnen dass bis dahin Rene alles mit seinen Badhosen erlebt und durchgestanden hat :-)

Weitere Stunden spaeter sind wir in San Francisco angekommen und haben gleich den Hafen unsicher gemacht. Es ist eine sehr schoene Stadt in der man sicherlich laengere Zeit verweilen koennte. Die Seeloewen am Pier 39 und das Gefaengnis Alcatraz aus dem Film "The Rock" haben wir besichtigt und die mehr oder weniger freiwillig lange Fussmaersche durch die Stadt verbrannten auch den einten oder anderen Burger wieder. Leider mussten wir aus einem guten Grund San Francisco bereits wieder nach 2 Tagen verlassen. Unser naechster Halt war Monterey wo uns das Tauchbrevet bevorstand. In 3.5 harten Tagen mit viel lesen und 4 Tauchgaengen bestanden wir den Open Water Tauchkurs mit Bravur. Besten Dank an dieser Stelle nochmals an unseren Tauchlehrer Reto (Ritou, links neben Rene) und Paul. Bereits beim ersten Tauchgang konnten wir einen nicht wirklich scheuen Seehund sehen und beim zweiten ist er sogar noch ein bisschen mit uns geschwommen. Es hat uns also sehr viel Spass bereitet aber auch viel Einsatz und Schweissperlen im Neoprenanzug gekostet....



Die naechste Destination war dann Santa Barbara wo wir einen Nachmittag einfach mal am Strand relaxten und die weisse Haut etwas faerbten (in welche Farbe auch immer). Nach einer Uebernachtung in Santa Barbara sind wir nun heute morgen richtung San Diego gefahren und nun hier angekommen. Ach ja, als ich auf dem Highway hierher ploetzlich das schwarze Auto mit all den farbigen Lichtern auf dem Dach im Rueckspiegel sah wurde mir schon etwas mulmig... Das Gespraech auf dem Pannenstreifen mit dem netten Sheriff endete jedoch ohne Busse. Er machte mich lediglich auf die 20mph zu viel auf meinem Tacho aufmerksam und bat darum, etwas langsamer zu fahren....

Nun freuen wir uns auf die neue Stadt!!
Liebe Gruesse

Rene und Urs

Dienstag, 28. August 2007

On the road

Seins griesst ihr lieben!

nun haben wir die grandiose stadt las vegas bereits seit einigen tagen verlassen. noch ein kleiner nachtrag: beide haben las vegas mit einem plus in sachen gambling verlassen, ueber geldbetraege spricht man aber bekanntlich ja nicht... what happens in vegas, stays in vegas! :-)

die letzte tat in las vegas: wir haben unseren mietwagen, welchen wir mittlerweile liebevoll "ponti" nennen, abgeholt. dieser musste bereits viel mitmachen, nach einigen wenigen stunden sah er schon relativ mitgenommen aus (siehe bild).




so machten wir uns auf und steuerten mehr oder weniger dirket unser erstes ziel an: the grand canyon! unsere spaet bezogene unterkunft war erstens ziemlich teuer, zweitens versuchten sie mit deutschen uebersetzungen die touristen noch mehr zu verwirren, als diese schon waren (beispiel: der wc-kasten - siehe bild). aber der grand canyon an und fuer sich war sehr sehenswert.



weiter ging unsere reise (mit unserem treuen begleiter ponti) zum monument valley, welches man vor allem von den marlboro-werbungen und den diversen western-flimen kennt. danach suchten wir den arches national park und den bryce canion n.p. auf. bei bryce canyon machten wir mehr oder weniger eine anstregende wanderung. unser ziel war der hoechste punkt des bryce parkes, als wir mit unseren allwetter-flipflops fast angekommen waren, bemerkten wir dass dieser punkt auch mit dem auto erreichbar gewesen waere... tja, shit happens und ES LEBE DER SPORT!! da ihr ja wahrscheinlich die kulinarischen koestlichkeiten der amerikaner kennt, koennt ihr euch ja auch gut vorstellen, dass diese wanderung aus dieser sicht nicht das schlechteste war. apropos essen... wir versuchen stets eine gewisse abwechslung in unseren speiseplan zu bringen, dieses vorhaben ist jedoch nicht wirklich von erfolg gekroent. unser erster besuch im subway bspw. stellte sich fuer uns als landeier etwas schwierig heraus, da sich die amerikaner nicht wirklich muehe geben uns ihre sprache verstaendlich zu machen. auf alle faelle brach waehrend unserer bestellung im ganzen lokal in gelaechter aus.

anyway... als wir unser motel fuer die naechste uebernachtung in beatty gefunden hatten, machten wir uns vorgestern bereits auf, ein internetcafe zu suchen. dieses fanden wir dann auch, wie ihr bemerkt habt kam es jedoch nicht so weit! und was kommt ist weder gelogen noch uebertrieben:

der barbesitzer, welcher eben auch internt anbot, begruesste uns mehr oder weniger freundlich und bot uns auch als erstes ein bierchen an. die zweite person in der bar ergriff schnellstens die flucht (im groeberen zickzackschritt) als er bemerkte, dass wir keine amerikaner waren. so weit so gut.. wir dachten uns noch nicht viel dabei! als uns der besitzer seinen laptop (jahrgang 95) brachte, fanden wir dass bereits etwas kurios, dachten jedoch es sei hier halt einfach so. naja, die schnelligkeit des internets glich einer besoffenen schnecke, deshalb liessen wir das mit dem blogschreiben auch. waehrend wir das bier tranken, schlichen 6 hunde und 4 katzen um unsere beine, der eine hat es besonders auf urs linkes bein abgesehen. okeee... dann kamen zwei weitere sturzbetrunkene einwohner des kleinen doerfchens... diese jedoch in begleitung eines pferdes. die zwei illusteren gestalten setzten sich gleich neben uns und bestellten sogleich drei biere... je eines fuer sie und eines fuer das pferd. als das pferd dann auch in die bar hinein nahmen, fuehlten wir uns nach und nach unwohler, da das pferd jeden moment ausschlagen zu schien, angespornt vom gebelle der hunde. apropos hunde... der oertliche hundefaenger war an diesem abend in dieser bar und trank mit uns ein bier. als wir ihm von unserem trip erzaehlten, machte dieser nur grosse augen... obwohl er nur ein par wenige kilometer vom monument valley entfernt wohnt, hatte er keine ahnung was das ist und fragte ob dies was neues sei.



nun ja, wenigstens kannte er das death valley welches wir am folgenden tag besuchten. er meinte nur: thats breathtaking! und mit diesem hatte er nicht einmal so unrecht. in badwater war es bruettend heiss (bis zu 56 C) und die salzwueste sowie die umliegenden gebirge waren echt beeindruckend.

weiter fuehrte unsere reise durch den yosemite n.p. in welchem wir ein besonderes naturereigniss sehen durften... oder eben nicht. das erste mal ist der beruehmte yosemite-fall ausgetrocknet und es kam kein einziger tropfen den felsen herunter. janu... immer hin haben wir den mammutbaum gesehen... wir glauben zumindest dass er es war.

nun besuchen wir noch die heissen naturquellen in lee vining und machen uns danach auf den weg zum lake tahoe.

in diesem sinne... bis zum naechsten mal und hebet eu sorg!

liebe gruesse
urs und rene

Mittwoch, 22. August 2007

Viva Las Vegas

Hallo Fruende, Familie und soettig wos gern waeret...

Die 16 Stund fluege sind wie im Flug vergange :-) Trotz de 2 stuendige verspoetig bim Abflug in Washington D.C. waege uslaeufer vom Sturm Dean. De haet scho waehrendem Aaflug fuers Schuettelbaecher-Feeling gsorgt, aber mir haend s Esse bi ues bhalte choene.

Sind schlussendlich aber guet in Las Vegas glandet. Es traumhafts Liechtermeer wie mer sichs wuerkli chum vorstelle chan haet ues bim Aaflug die 2 Stund vo Washington grad wider vergaesse lah. Doch wo mir de Flughafe denn verlah haend haemmer gmeint das mer imene Foehn ine hocket.... Mir glaubet au jetzt no das ines paar Taeg da d Sauna-Waeltmeischterschafte stattfindet. Es isch unglaublichi 42 Grad (Celsius fuer die wos gnau naehmet, gaell Roger :-) )

Da in Vegas isch alles extrem uebertribe, seigs die viele Liechter, Casinos, ueberdimensionale Hotels, d Autos wie au die gmachte Bruescht vo de Fraue. Haend huet morge mal chli de Las Vegas Boulevard unsicher gmacht und sind beidruckt gsi vo dene verschiedene Hotels und attraktione wos da haet.

Leider haemmer no kei Moeglichkeit Fotene ufezlade aber die werdet zumene spoetere Ziitpunkt no folge....

Zum Schluss bliibt ues nur no z saege das mer gsund und gfraes sind und d Ziit total gnuesset.....

Drum wuenschet mer no es schoens Taegli und bis bald

Gruessli

Rene und Urs

PS: Mir wuenschet am Mike no alles Gueti zum Geburtstag!!!!

Montag, 23. Juli 2007

Der Countdown läuft...

Hallo und herzlich willkommen auf unseren kleinen Reisehomepage!

Bald ist es soweit und wir werden die Schweiz am 21. August für ca. 9 Monate verlassen.

Da mit dem E-Mail schreiben immer die Gefahr besteht, dass man gewisse Personen unabsichtlich und ohne böse Hintergedanken vergessen könnte, dachten wir uns, dass wir mit einem kleinen Blog auf der sicheren Seite sind. Wir werden uns auch bemühen, hier möglichst oft unsere kleinen und grossen, wichtigen und unwichtigen sowie schönen, lustigen und traurigen Erlebnisse und Impressionen festzuhalten. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, das es nicht überall möglich sein wird auf das Internet zuzugreifen und bitten euch darum um Nachsicht, wenn nicht gerade jeden Tag ein neuer Eintrag online sein wird! :-) Ihr habt natürlich auch die Möglichkeit zu unseren Einträge eure Kommentare zu platzieren (ob konstruktiv, interessant oder dumm spielt keine Rolle :-).

Weiter wären wir natürlich froh, wenn ihr uns ab und zu auch über die wichtigen und unwichtigen Geschehnisse aus der Schweiz informieren könntet (Börsenkurs und Wetterberichte könnt ihr ohne schlechtes Gewissen bei Seite lassen). Unsere E-Mail Adressen findet ihr oben rechts unter dem jeweiligen Profil.

Da wir uns freuen würden, wenn wir uns bei euch noch persönlich verabschieden könnten, laden wir euch herzlich zu unseren kleinen Abschiedsparty ein, nämlich:


am Samstag, 18. August 2007, ab 20.00 Uhr

im Canadian in Uznach (
http://www.thecanadian.ch/)


Für einen "kleinen" Apéro und etwa ein Bierchen wird sicherlich gesorgt sein, ansonsten herrscht normaler Barbetrieb.

In diesem Fall... hoffentlich sehen wir uns noch vor unserer Abreise und ansonsten... machets guät und bis glii!!


Liebe Grüsse


Urs und René





PS: Falls ihr mit der Organisation für die Willkommensparty bereits beginnen möchtet: Wir kommen voraussichtlich am 3. Mai 2008, 6.10 Uhr zurück! :-)


Montag, 2. Juli 2007

Reiseroute